SHADOWLORD – Batavorum

 
Label: Eigenproduktion
Release: 05.01.2006
Von: Stormlord
Punkte: 7.5/10
Time: 42:02
Stil: Black/Death Metal
URL: Shadowlord
 
Ungestümen, doch nicht chaotischen Black/Death Metal mit einer Menge Keyboarduntermalung, die aber nicht aufdringlich wirkt – dafür stehen SHADOWLORD aus den Niederlanden.
Auffällig bei SHADOWLORD ist, dass sich drei Sänger die Gesangsinterpretation teilen: Cor van Maris grunzt, Marit steuert die kreischenden sowie klaren Elemente bei und auch Gitarrist Lesley kommt zum Zuge. Dieser natürliche Kontrast macht die Stücke schon mal spannend, vor allem weil sich alle drei intensiv in ihre Parts reinknien. Immer wieder blitzen nordische Keyboardmelodien durch, SHADOWLORD verstehen es auch sehr gut, im richtigen Moment den Rhythmus zu wechseln, wie etwa beim eindringlichen Moenen En Mariken, bei dem die Gesänge richtig dämonisch rüberkommen. Die singenden Gitarren komplettieren den positiven Gesamteindruck dieser vielschichtigen Komposition, die man schon ein paar Mal hören muss um alle Elemente zu erfassen. Beim anschließenden Our Goddess Will Rise sorgt in kurzes gesprochenes Intro dafür dass die überfallsartig einsetzende Musik verdammt heftig wirkt. Doch SHADOWLORD vergessen nicht, dass ein paar groovende Verschnaufpausen und melodische Gitarrenharmonien zur Intensivierung beitragen – die Anwendung dieser Taktik macht dieses Stück zu edlem Dunkelstahl. Das gleiche gilt für das im Ohr hängen bleibende Archangels Fall mit der netten Textzeile „it’s better to reign in hell than to serve in heaven“. Die Mixtur ändert sich im Verlauf des Albums kaum, doch warum auch? Zwar sind die Nummern nicht durchgehend hitverdächtig, doch sie unterhalten, reißen allerdings nicht vom Hocker.
Die Stärke von SHADOWLORD könnte gleichzeitig auch als ihre Schwäche angesehen werden, nämlich ihre ungestüme, enthusiastische Art zu musizieren, ihre detailreiche aber komplizierte Weise zu komponieren. Die Musik wirkt so ein wenig überladen und vielleicht sollten SHADOWLORD probieren, ob nicht weniger Detailreichtum mehr Durchschlagskraft bedeuten könnte…