SEROTONAL – The Futility Of Trying To Avoid The Unavoidable

 
Label: Metal Breath
Release: 27.08.2007
Von: Dajana
Punkte: 6/10
Time: 27:04
Stil: Dark Rock
URL: Serotonal
 
Das erste Gefühl? Back to the roots würde ich sagen ;) Denn sobald auf The Futility Of Trying To Avoid The Unavoidable die ersten Töne erklingen und Darren White den Mund aufmacht, fühlt man sich unweigerlich an sehr alte Anathema Sachen erinnert. Und dabei bleibt es nicht, denn SEROTONAL sind stilistisch wie musikalisch echte Seelenverwandte von Anathema ;) Muss daran liegen, dass alle aus Liverpool kommen und somit der Einfluss nicht von der Hand zu weisen ist…
Erstaunlich ist nur insoweit die Tatsache, als das sich Gary Hill (Gitarre, Samples) und Jon Francis (Gitarre/Keys) Darren erst dazuholten, als die Songs quasi schon fertig waren. An Darren liegt das also nicht, auch wenn er sich ob der Nostalgieschwelgerei vermutlich verdammt wohl in dieser Band fühlt ;)
The Futility Of Trying To Avoid The Unavoidable ist nur ein 3-Track Demo mit zwei weiteren Songs als Bonus, alle in 2005 aufgenommen.
Bleibt noch die Frage zu klären, was unterscheidet SEROTONAL von Anathema? Wo haben sie eigene Stärken und Ansätze, um nicht als bloßes Plagiat zu verkommen?
Nun, so viele Unterschiede gibt es nicht. Die Musik ist lediglich elektronischer. Bratzige Gitarren setzen erst spät ein (sofern überhaupt), und das Hauptaugenmerk liegt auf den akustischen Gitarren, dem Piano und eben diversen Soundsamples. Nichtsdestotrotz hätte der Opener Chosen Words auch direkt von einem (alten) Anathema Album stammen können, während das Gitarren-Intro zu All You’ll Ever See doch sehr stark an das Piano-Intro zu Clan Of Xymox’ Without A Name angelehnt ist.
Dummerweise fängt Darren White bei den beiden Bonus-Tracks You Can Love Again und A Soul Like Me (One Last Goodbye lässt grüßen) mehr an zu grölen, denn zu singen (und das ziemlich schräg) und zerstört somit die gerade aufgebaute Atmosphäre.
Grundsätzlich finde ich die Musik wirklich toll, liegt ganz auf meiner Linie, schade nur, das soviel geklaut und so wenig Eigenes darin zu finden ist.