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Bereits aus dem letzten Jahr stammt diese 2. Full-Lenght-CD der
österreichischen Death Metaller SEPTICEMIA,
die allerdings zu gut ist, um nicht doch noch besprochen zu werden.
Denn, wenn man von dem noch etwas dünnen Sound absieht, wird
hier ein durchaus professionelles Brett gefahren. Geboten wird
dabei kein moderner High-Tech-DM, sondern deutlich Old-School-orientiertes
Material mit leichten Thrasheinflüssen. So schwankt man stilistisch
zwischen den alten Cannibal Corpse und Six Feet Under, ohne jedoch
nur stumpf abzukupfern.
Die meisten Stücke machen einen recht ausgereiften kompositorischen
Eindruck, wenn man mal (ausgerechnet) vom Titeltrack absieht,
dessen Strophenriff für meinen Geschmack eher nach verstimmten
Gitarren klingt, der sich aber zum Glück mit einem gelungenen,
schleppenden Break noch so gerade über die Ziellinie rettet.
Ansonsten gibt es aber durchaus einige Highlights zu vermelden,
so z.B. den richtig fixen Opener Enter Me, das etwas
langsamere Origin Of This World, das von schnellen Stakkato-Riffs
getragene und reichlich fiese Morbid Cry oder dem abwechslungsreichen,
größtenteils im Midtempo gehaltenen Rausschmeißer
The Arrival. Die Growls bewegen sich angenehm brutal
in (gepitchten) ultratiefen bis mittleren Lagen, so daß
es hier eigentlich auch nix zu meckern gibt.
Wer also auf guten, traditionellen Death Metal steht, kann mit
The Hopeless Age eigentlich nichts
falsch machen, zumal wir beim versteckten Outro noch gezeigt bekommen,
in welchem Tempo Blues wirklich gespielt werden sollte :-) Da
sowohl die Verpackung als auch die Länge des Albums (12 Songs)
keine Wünsche offen lassen, handelt es sich durchaus um eine
lohnende Investition in Höhe von 150,- ÖS...
Septicemia
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