Mein
erster Gedanke: SEPIA DREAMER verstehen es, eine entspannende
und zugleich mitreißende Atmosphäre aufzubauen. Die
Musik gleitet majestätisch dahin, verändert sich kaum
merkbar, nimmt Fahrt auf und beinhaltet viele Ruhepole. „Hoffentlich
zerstört die Stimme nicht diese feine Stimmung“,
denke ich nach ein paar Minuten, doch SEPIA DREAMER haben
keinen Sangeskünstler in ihren Reihen! Die Lieder werden
aber trotz des fehlenden Stimmbandeinsatzes nicht langweilig.
Die sehr langen Kompositionen eignen sich also zum Zurücklehnen
genauso wie zur Entdeckungsreise, da die Band einige progressive
Versatzstücke mit einfließen lässt. Ein ums
andere Mal weht mir ein Hauch Opeth um die Ohren, besonders
wenn die Gruppe die Handbremse löst und in locker-flockigem
Tempo scheinbar schwerelos musiziert.
Einige wirklich wunderbare Melodien schmücken die überlangen
Stücke, doch durchgehend faszinieren können mich SEPIA
DREAMER nicht. Trotzdem empfinde ich The Sublime
als gelungenes Album, welches für meine Begriffe stärker
mit Kontrasten spielen sollte. Es wird sicher spannend, wie
sich diese Band entwickeln wird!