SECRETUM – Happy, Happy Killing Time
Label: Metal Age Production
Release: 27.03.2003
Von: Calani
Punkte: 6,5
 

Happy, Happy Killing Time – hier ist der Name Programm. Die Berliner Youngsters SECRETUM, 1999 gegründet und 2 Demo Veröffentlichungen im Gepäck, fackeln auf ihrem Debüt nicht lange und legen bereits mit Opener Don’t Look Now alles in Schutt und Asche. Während der Opener noch eine - zugegebenermaßen etwas holprige – Thrashgranate ist, geht man bei Loss Of Blood schon etwas durchdachter und aggressiver zu Werke und lässt sägende Death Riffs einfließen. Dabei schreien sich Bassist Centrox und Gitarist Maeztro hasserfüllt die Seele aus dem Leib. Centrox hat dummerweise die Band kurz darauf verlassen, aber inzwischen hat man in Kato einen würdigen Ersatz für den Gesang und  in Cunteye einen neuen Bassisten gefunden, so dass sich der übriggebliebene zwangsverpflichtete Sänger in Zukunft wieder ausschließlich dem zerstörenden Sound seines Instrumentes widmen kann. Teilweise klingen sowohl recht punkige Attitüden, als auch richtig old school Thrashelemente durch, die an alte Tage mit diversen Ruhrpottveteranen erinnern. SECRETUM versuchen die alte Schule mit modern aggressiven Sounds und ebengenannten Death und Punk Einflüssen so zu verbinden, das etwas Neues, Unverbrauchtes geschaffen wird. Die Mischung an sich ist recht ausbalanciert, ohne das Happy, Happy Killing Time zerrissen klingt, wobei der Schwerpunkt natürlich auf den Thrash Metal gelegt wird. Allerdings wird das Highspeedgeballer schnell langweilig, was hauptsächlich an den eintönigen Rhythmen der Drums liegt. Man fällt zu oft in typisch stumpfe ufta ufta Linien zurück, die obengenannte Einflüsse an Abwechslung nicht wett machen können. Ausnahmen sind da der Mittelpart vom Titeltrack oder auch Stronger Than You, wo das Schlagzeug wesentlich differenzierte eingesetzt wird und somit der Gesamtsound viel besser zur Geltung kommt und Spass macht. Letzterer kann dann schon mit abwechslungsreichen und brachialen Passagen aufwarten, hat geile Leads und Solos, groovt und tritt Arsch wie Hölle. Jau, das ist es! Letzter Song ist ein Industrial Remix des Openers (was ich im Leben nicht erkannt hätte) und als Bonus gedacht.
SECRETUM sind auf dem richtigen Weg, es fehlt jedoch noch an ausgeglichenen und ausgefeilten Songwriting und Arrangements. An der Produktion gibt’s nix zu meckern, sie gibt der Scheibe den richtigen Drive. Also alles in allem ein empfehlenswertes Debüt, das auf viel mehr hoffen lässt ...

Secretum