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Happy,
Happy Killing Time – hier ist der Name Programm.
Die Berliner Youngsters SECRETUM, 1999 gegründet
und 2 Demo Veröffentlichungen im Gepäck, fackeln auf
ihrem Debüt nicht lange und legen bereits mit Opener Don’t
Look Now alles in Schutt und Asche. Während der Opener
noch eine - zugegebenermaßen etwas holprige – Thrashgranate
ist, geht man bei Loss Of Blood schon etwas durchdachter
und aggressiver zu Werke und lässt sägende Death Riffs
einfließen. Dabei schreien sich Bassist Centrox und Gitarist
Maeztro hasserfüllt die Seele aus dem Leib. Centrox hat dummerweise
die Band kurz darauf verlassen, aber inzwischen hat man in Kato
einen würdigen Ersatz für den Gesang und in Cunteye
einen neuen Bassisten gefunden, so dass sich der übriggebliebene
zwangsverpflichtete Sänger in Zukunft wieder ausschließlich
dem zerstörenden Sound seines Instrumentes widmen kann. Teilweise
klingen sowohl recht punkige Attitüden, als auch richtig
old school Thrashelemente durch, die an alte Tage mit diversen
Ruhrpottveteranen erinnern. SECRETUM versuchen
die alte Schule mit modern aggressiven Sounds und ebengenannten
Death und Punk Einflüssen so zu verbinden, das etwas Neues,
Unverbrauchtes geschaffen wird. Die Mischung an sich ist recht
ausbalanciert, ohne das Happy, Happy Killing Time
zerrissen klingt, wobei der Schwerpunkt natürlich auf den
Thrash Metal gelegt wird. Allerdings wird das Highspeedgeballer
schnell langweilig, was hauptsächlich an den eintönigen
Rhythmen der Drums liegt. Man fällt zu oft in typisch stumpfe
ufta ufta Linien zurück, die obengenannte Einflüsse
an Abwechslung nicht wett machen können. Ausnahmen sind da
der Mittelpart vom Titeltrack oder auch Stronger Than You,
wo das Schlagzeug wesentlich differenzierte eingesetzt wird und
somit der Gesamtsound viel besser zur Geltung kommt und Spass
macht. Letzterer kann dann schon mit abwechslungsreichen und brachialen
Passagen aufwarten, hat geile Leads und Solos, groovt und tritt
Arsch wie Hölle. Jau, das ist es! Letzter Song ist ein Industrial
Remix des Openers (was ich im Leben nicht erkannt hätte)
und als Bonus gedacht.
SECRETUM sind auf dem richtigen Weg, es fehlt
jedoch noch an ausgeglichenen und ausgefeilten Songwriting und
Arrangements. An der Produktion gibt’s nix zu meckern, sie
gibt der Scheibe den richtigen Drive. Also alles in allem ein
empfehlenswertes Debüt, das auf viel mehr hoffen lässt
...
Secretum |