Cyber Thrash
Metal, Acid Thrash Madness... Ich hatte mir einiges von diesem
Release erwartet. Das Cover ließ mich vor allem zur Überzeugung
kommen, dass es sich um einen unbarmherzigen und zerstörerischen
Output handeln würde. Nun ja, es kam ein bisschen anders.
Cyberwarmachine ist nicht so heftig
wie Fear Factory, nicht so konfus wie Strapping Young Lad und
nicht so eingängig oder melodisch wie The Kovenant. Nichtsdestotrotz
bewegt sich das Debüt von SCORNGRAIN irgendwo
zwischen diesen Bands, kombiniert mit ein wenig Tidfall-Stil
und einer Menge an Thrash-Riffing. Ehrlich gesagt verstehe ich
noch immer nicht, wie eine Band den schlechtesten Track als
Opener wählen kann, denn 24-7 Hell ist katastrophal.
Komisches Songwriting und unmotivierte Riffs hinterlassen gleich
mal einen schlechten Eindruck, während die folgenden Songs
dann so richtig krachen. Unter meinen Favoriten befinden sich
der Titeltrack, New Paradise und No Funeral For
The Last. Diese Stücke bieten fettes Riffing, einen
ordentlichen Groove und einige wirklich eingängige Teile.
Nachdem ich mir das Album noch ein paar mal angehört habe,
zündet auch noch das sehr an The Kovenant erinnernde Killing
Breed. Beim restlichen Material findet man auch immer wieder
tolle Momente, aber es fehlen mir doch ordentliche Refrains
und auch an Melodien sollte weniger gespart werden. Toll ausgefallen
sind dafür die elektronischen Elemente und die wirklich
gute Produktion. Das bereits erwähnte Cover-Artwork ist
darüber hinaus eines der besten, die ich seit Monaten gesehen
habe, wodurch Cyberwarmachine unterm
Strich ein mehr als durchschnittlicher Release ist. Jeder, der
modernen extremeren Metal mit schrägen Effekten mag, der
sollte unbedingt mal SCORNGRAIN anhören.
Cyberwarmachine enttäuscht nicht!