Einfach
nur unplugged zu spielen war SCHANDMAUL zu
wenig. Ein wenig ausgefallener sollte es schon sein. Ein Dankeschön
an die Fans. Zur Verstärkung holte man sich das Puchheimer
Jugendorchester mit ins Boot und arrangierte nicht weniger als
17 Titel um. Fast sieben Monate wurden Streicherstimmen geschrieben
und geprobt. Alle Mühen gipfelten am 27.April im Münchner
Circus Krone beim, wie SCHANDMAUL selbst eingesteht,
größten und aufwendigsten Konzert das sie jeh gaben.
Eben dieses Konzert wurde auf DVD gebannt und trägt den
passenden Namen Kunststück.
Das Projekt
wird polarisieren. Wie immer, wenn sich Bands von ihren eigentlichen
Genre abwenden und etwas anderes machen. Was entstand ist außergewöhnlich.
Die Arrangements sind so ausgefeilt, dass es anfänglich
teilweise schwierig ist die Ursprungsmelodien zu erkennen. Das
soll keinesfalls als Kritk gewertet werden. Die Truppe beweist
damit nur ein weiteres mal ihre musikalische Kompetenz.
Die DVD
kommt in genialer Bild- und Tonqualität daher. Als kleines
Gimmick kann man seine Dolby-Surround-Anlage einmessen um den
idealen Raumklang zu gewährleisten. Glaubt mir: Es rentiert
sich die zehn Minuten zu investieren. Für alle die wie
ich das Konzert verpasst haben ist das die Möglichkeit
zumindest nah ans Live-Erlebniss ranzukommen.
SCHANDMAUL haben sich richtig ins Zeug gelegt.
Neben dem Orchester hat man noch weitere Gastmusiker eingeladen:
Wim und Castus von Corvus Corax am Dudelsack, Oliver Sa Tyr
an der Harfe, Martin Kasper am Flügel, Danny Klupp an der
Akustik-Gitarre und Felix Antreich als Percussionist.
Währent der 17 Titel steigern sich nicht nur die Hauptdarsteller
sondern vorallem das Publikum von Lied zu Lied in einen Rausch,
der selbst am Bildschirm noch mitreißt. Neben 15 bereits
bekannten Titeln geben Schandmaul auch ihre neue Single Bin
unterwegs und Der Clown zum besten.
SCHANDMAUL
- Kunststück bietet über
90 Minuten Konzertgenuss und über 70 Minuten Bonusmaterial.
Hier findet sich ein Videotagebuch zur Akustik-Tour, die als
eine Art Vorbereitung auf das Konzert mit vier Streichern in
sechs Städten stattfand, ein Bericht über den Besuch
der Band beim Deutschen Zentrum für Musiktherapie in Heidelberg,
ein obligatorischer „Hinter den Kulissen“ Zusammenschnitt
und jede Menge Fotos vom Konzert.
Vollbepackt
bis zum Rand in genialer Bild- und Tonqualität und mal
ein etwas anderer SCHANDMAUL -Genuss. Wer sich
drauf einlassen kann: Es lohnt sich.