SATYRICON – The Age Of Nero

 
Label: Roadrunner Records
Release: 14.11.2008
Von: Stormlord
Punkte: 9.5/10
Time: 42:50
Stil: Black Metal
URL: Satyricon
 
SATYRICON wissen was sie tun: einerseits total authentisch und ihren Wurzeln treu bleibend, sind sie imstande einen sehr eingängigen pechschwarzen Cocktail zu mixen. Dieser beinhaltet viele stampfende Parts und Songs, doch Satyr und seine Mannschaft haben nicht auf die Geschwindigkeit vergessen und feuern einige pfeilschnelle Lieder ab.

Schon der unweigerlich im Ohr hängen bleibende Opener Commando mit seinem überaus einfachen Refrain mischt die Geschwindigkeiten gut durch. Beim folgenden The Wolfpack dominiert schleppendes und stampfendes Midtempo, sogar ein extrem langsamer Teil hat seinen Weg in die Liedstruktur gefunden. Trotzdem atmet das Stück die Atmosphäre alter SATYRICON-Werke, was auch an der überaus passenden Produktion liegen dürfte, die für meine Begriffe druckvoll und zugleich alt klingt.
Black Crow On A Tombstone besticht durch ausgeklügelte Rhythmusarbeit, die jeden Headbanger zum Mitmachen animieren dürfte. Live funktionieren die Stücke von The Age Of Nero sicherlich prächtig, sind sie doch zugleich mächtig, abwechslungsreich und eingängig, wie gemacht zum abwechselnd Fäuste recken und genießerischen Zuhören.
Diese Taktik verfolgt die Band auch weiterhin, das recht lange Die By My Hand dürfte die Liebhaber der älteren Scheiben besonders gut ansprechen, prescht es doch mit unbändiger Vehemenz nach vorne los. Das Tempo wird dann ein wenig gedrosselt und im Refrain mit mystischen Chören im Hintergrund eine mächtig böse Stimmung erzeugt. Ein ausladender Instrumentalteil führt das Stück nach über sieben Minuten zu Ende. Das bereits bekannte My Skin Is Cold entpuppt sich nach wie vor als Volltreffer mit einem wütend knurrenden Satyr in Höchstform.

Auch die restlichen drei Kompositionen besitzen den Rhythmus wo man immer mit muss und glänzen mit auffälligen Refrains. Nebenbei offerieren sie aber ebenso den alten Geist atmende Düsternis, sodass dieses Album nur als überaus gelungen bezeichnet werden kann. Besser kann man stampfenden Black Metal nicht spielen, oder besser gesagt: zelebrieren!
SATYRICON wissen was sie tun!