Wer
SATURNUS kennt, weiß was ihn erwartet
und wird begeistert sein. Alle anderen können sich auf
eine Manifestation der Traurigkeit und Melancholie im Stile
alter Paradise Lost, My Dying Bride, Katatonia freuen.
Nachdem im Jahre 2000 mit der Veröffentlichung des Zweitwerkes
Martyre bereits davon die Rede war,
das die Dänen schon an neuem Material feilen, hat es dann
doch 6 lange Jahre gedauert, bis Veronica Decides
To Die nun endlich veröffentlicht werden
konnte. Trotz der langen Zeit hat sich stilistisch nichts Gravierendes
geändert und man schließt nahtlos am Vorgänger
an mit todtraurigen, herzzerreißenden und melancholischen
Melodien im doomig gotischen Gewand, mit teil akustischen Einsätzen,
endlos schönen Solos und vermehrten Piano-Melodien, inhaltlich
inspiriert von Paulo Coelhos Buch „Veronika beschließt
zu sterben“. Gefühlsmäßig ist Veronica
Decides To Die nicht mehr ganz so episch wie der
Vorgänger, was an den neuen Bandmitgliedern liegen mag.
Episch sind aber noch immer die Laufzeiten von Tracks (zwischen
6 und 11 Minuten) und Album insgesamt. Die Growls von Thomas
AG Jensen sind etwas tiefer und die cleanen Parts noch seltener
geworden.
Veronica Decides To Die bleibt aber
trotzdem ein in sich geschlossenes, harmonisches Album, das
dem Vorgänger in nichts nachsteht; die Melancholie ist
nur ein bisschen subtiler und im lyrischen Kontext zu sehen.
Grandiose Tracks sind z.B. Rain Wash Me und All
Alone.
Veronica Decides To Die ist definitiv
ein gelungener Neuanfang und dürfte es den Dänen einfach
machen, wieder zurück ins „Geschäft“ zu
finden. Ich kann nur hoffen, dass sich das jetzige Bandgefüge
bewährt und SATURNUS in deutlich kürzeren
Abständen Platten veröffentlichen und auch endlich
mal durch Europa touren können.