Herzzerreißende,
beklemmende Melancholie und zerstörerische Hoffnungslosigkeit
nimmt gefangen und zieht in Welten, die dem Hörer nur ganz
alleine gehören. Ein sakraler Chor leitet Inflame Thy
Heart ein, welcher dann auch sofort alle Register epischer
Traurigkeit zieht, so dass man sich einfach darin fallen lassen
und auf ewig versinken möchte.
Das Zweitwerk Martyre der Dänen
SATURNUS ist ein grandioses Werk an wundervollen
Melodien, Solos und Gitarrenarbeit, die in ihrer stilistischen
Ausrichtung an alte Paradise Lost, My Dying Bride oder Katatonia
erinnern. Stücke wie Empty Handed und Lost
My Way bringen nötige Abwechslung und Härte in
die Musik, klingen im Vergleich nahezu fröhlich, wobei
es aber gerade die todtraurigen Songs wie Noir und
Thus My Heart Weepeth For Thee sind, die Martyre
ausmachen.
Sänger Thomas AG Jensen spricht, singt clean und growlt,
obwohl meiner Meinung nach die doch sehr schönen cleanen
Parts ein bisschen zu kurz kommen. Ein weiteres kleines Manko
ist die Spielzeit von über einer Stunde, die am Ende doch
etwas langatmig wirkt. Allerdings wäre ich auch nicht in
der Lage einen oder zwei Songs auszuwählen, die man hätte
weglassen können. Alle 12 Tracks bilden eine homogene Einheit.
Keybords und Sample bilden einen dichten aber unaufdringlichen
Klangteppich, der Martyre zu einem
Opus anwachsen lässt. Ein Muss für alle Düstermetaller!