|
SANGUIS haben es geschafft!
Als eine der wenigen heimischen Undergroundbands konnten sie nun
einen Plattenvertrag unterschreiben und somit ihre musikalischen
Ergüsse einem größeren Publikum zugänglich
machen – und das völlig verdient.
Wenn
man Chaosgate Guardians mit dem Demo
Mortal Art Of Blood vergleicht, so erkennt man
sofort die Weiterentwicklung, die die jungen Steirer innerhalb
der doch recht kurzen Zeit gemacht haben – das beginnt bei
Sound und Aufmachung, die beide doch recht professionell ausgefallen
sind und endet bei den Songstrukturen, die einfach durchdachter
und interessanter wirken. Die Bezeichnung „Melodic Black
Metal“ scheint mir jedoch etwas irreführend –
sicherlich, SANGUIS arbeiten mit vielen Melodien,
allerdings sind diese fast ausschließlich mit brachialen,
aggressiven Stilelementen verbunden und somit entsprechen Anhänger
von Melodic Bands wie Siebenbürgen und Co. wohl nicht ganz
dem Zielpublikum. Tempomäßig befindet man sich meistens
im oberen Bereich und wird gelegentlich durch ein paar Akkustikpassagen
unterbrochen, die die Songs sehr gut auflockern und zur Spannung
beitragen. Auch an der gesanglichen Leistung gibt’s nix
zu meckern – Storm kreischt und schreit sich die Seele aus
dem Leib, wobei anzumerken ist, dass er nur als Sessionmusiker
tätig war und ausgeholfen hat, als der alte Sänger Zhorn
die Band verlassen hat. Chaosgate Guardians wurde
in der Slowakei bei Peter Böhm aufgenommen, was eigentlich
schon verlautbaren lässt, dass hier soundtechnisch professionelle
Männer am Werk waren – auch wenn man hier sicherlich
noch mehr herausholen hätte können klingt die Produktion
druckvoll und aggressiv, wenn auch ein wenig zu sauber.
Ein
durchwegs solides Schwarzmetall Album, das auch Leuten, die nur
sporadisch Black Metal hören ans Herz gelegt sei. Bleibt
nur zu hoffen, dass SANGUIS so weitermachen –
dann sollten ihnen alle Chancen der Welt offen stehen. |