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SAGA
– 10,000 Days |
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Label:
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InsideOut |
| Release:
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19.10.2007 |
| Von:
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Joking |
| Punkte:
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7.5/10 |
| Time: |
51:00 |
| Stil: |
Progressive/Melodic
Rock |
| URL: |
Saga |
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Das
ist es also nun. Das Finale einer fast 30 jährigen Ära.
10,000 Days, das vermutlich letzte
Album mit der unverwechselbaren Stimme Michael Sadlers im Vordergrund,
der seinen Ausstieg und damit das Ende SAGAs
in bekannter Form für Ende 2007, nach einer ausgedehnten
Europatournee, angekündigt hat. Ob und wie es weitergeht,
wird man sehen…
SAGA ist eine Band, die ihr eigenes Markenzeichen
ist, darin Motörhead oder AC/DC ähnlich; knapp 30
Jahre präsent, in nur leicht veränderten Besetzungen.
Im knappen Zwei-Jahre Rhythmus wurden insgesamt 18 Studio- und
4 Live-Alben produziert; deren Maßstab allerdings die
ersten drei Veröffentlichungen blieben. Warum das so ist,
belegte eindrucksvoll die 1997 erschiene Outtakes Sammlung aus
eben jenen drei Alben, Phase One,
die auch am Ende des Millenniums noch außerordentlich
frisch klang. Eine längere Auszeit nahm sich die Band lediglich
zwischen 1989 und 1993. Natürlich gab es Veränderungen,
mal wurde es metallischer (The Security Of Illusion),
mal mit Discosounds geflirtet (Steel Umbrellas);
eine Ausnahme bildet vielleicht das ambitionierte und hervorragende
Konzeptwerk Generation 13, obwohl
auch hier hörbar SAGA zu Werke geht. Unverkennbar
schon wegen der Stimme Sadlers, aber auch geprägt durch
Jim Gilmours Keyboardarbeit und dem Saitenspiel der Crichton
Brüder. Bei diesem Kanon voller gradueller Unterschiede
– wobei Fans über die Wertigkeit einzelner Alben
innerhalb der Diskographie durchaus streiten – stellt
sich natürlich die Frage, wie das finale Werk abschneidet.
Um mit dem Resümee zu beginnen: Ein Paukenschlag ist 10,000
Days nicht geworden. Ein Totalausfall allerdings
auch nicht. Mit Full Circle, das sich
wieder stärker an den Anfangstagen orientierte, wurde ein
mehr als ordentlicher Albenreigen eröffnet, bei dem sich
10,000 Days im Mittelfeld einreiht. Hinter Full
Circle und Trust, aber
noch vor Marathon oder Network.
Es finden sich dezent frickelige Keyboardpassagen, z.B. im feinen
Instrumental Corkentellis, es wird melancholisch, im
schwülstigen More Than I Deserve und beim thematischen
Abgesang 10,000 Days. Dazwischen gibt’s SAGA
wie gewohnt: nicht allzu schnell, aber auch nicht zu süßlich.
Mal zupackend wie im Opener Lifeline oder dem feinen
Sideways, mal ein wenig belanglos dahin plätschernd
wie beim netten Can’t You See Me Now und vor
allem im (alle Möglichkeiten offen lassenden und dilettantisch
ausgeblendeten) Schlusstrack It Never Ends.
Ich muss gestehen, dass mir beim vorletzten Stück, dem
Titelsong, schon ein wenig wehmütig um’s Herz wird.
Das ist natürlich pathetisch bis zum Kitschrand, aber es
deutet sich an, was mit ziemlicher Sicherheit folgen wird:
10,000 Days hat das Zeug zum Live-Klassiker, zum melodramatischen
Abräumer erster Güte. Live waren (und sind) SAGA
tatsächlich eine Bank, auf der man gerne ein Verweilkonto
eröffnet. Was auf den Alben teilweise kühl, ein bisschen
gelangweilt und aseptisch klingt, kann auf Konzerten zum mitreißenden
Showact werden. Das ist vielleicht nicht die Seele des Rock’n
Roll, aber der Pulsschlag allemal. Und als Mixtur aus Enthusiasmus
und exquisitem Entertainment werden wir SAGA
vermissen. Falls es wirklich zu Ende sein sollte…
PS.: Wie es aussieht,
wird Brian Doermer nicht als Drummer auf Tour dabei sein,
da er einen Herzanfall auskurieren muss. Stattdessen wird
Chris Sutherland am Schlagzeug sitzen.
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