Kettensägen,
Motor-Anlassgeräusche und Rasenmäher-Gedröhn,
wer sich die Zeit bis zur nächsten guten Grindcore Platte
mit diesen improvisierten Sounds totschlagen musste, sollte
alles das jetzt im Keller einmotten.
Mit ROTTEN
SOUND kommt mal wieder ein sehr old-schooliges Brett
herbeigefahren, welches absolut keine Wünsche offen lässt.
Endachtziger/Anfangneunziger Highspeedgebrettere, welches sich
mit groovigen Midtempo- und selten verstreuten SloMo-Parts vermischt.
Bis auf zwei Ausnahmen bleiben die Songs im Bereich der konsumentenfreundlichen
„Unterhalb-der-Zwei-Minuten-Grenze“, welche der
„Sänger“ meist gnadenlos kreischbrüllend
oder im „Martin Walkyier zu Sabbat-Zeiten“ veredelt.
Wer auf
deathmetallischen Hightech a la Florida steht, sollte allerdings
einen weiten Bogen um diese Platte machen. Hier ist eher die
alte britische Schule der extremen Noise-Terroristen gefragt,
bei dem allerdings der „Crust-Faktor“ ganz und gar
fehlt, wodurch die Platte nun mal so gar nicht old-school klingt.
8,5 Punkte.