RUMORS OF GEHENNA – Ten Hatred Degrees

 
Label: WormHoleDeath
Release: 02.10.2008
Von: the.wangacopta
Punkte: 5/10
Time: 45:57
Stil: Metalcore
URL: Rumors Of Gehenna
 
Dieser Metalcore von RUMORS OF GEHENNA ist derart frei von Überraschungen, das mehr als genügend Freiraum bleibt, sich Gedanken über die Herkunft des Bandnamens zu machen. Na, wer weiß was sich hinter Gehenna versteckt und wie die Gerüchte darum gestrickt sind? Gehenna [hebräisch »Tal (der Söhne) des Hinnom«], Tal südlich von Jerusalem (Wadi er-Rababe) mit kanaanäischer Kultstätte, wo dem Gott Moloch Kinder geopfert wurden (2. Könige 23, 10); in spätjüdischer Zeit Verbrennungsplatz für Unrat und im Neuen Testament Bezeichnung der Hölle (u.a. Matthäus 5, 29 f.). Rumort scheint es da also ordentlich zu haben. Da hat der Platz dem Debüt-Album Ten Hatred Degrees aber auch locker was voraus! Was die Italiener gut drauf haben, ist die Art und Weise, wie sie mit ihren Instrumenten umgehen. Spielerisch bewegt sich die 2002 gegründete Truppe durchaus auf hohem Niveau. Spätestens ab dem 4. Track Detoxication klingt aber alles gleich – es passiert einfach nix mehr. Eine Metalcore Up-Tempo-Nummer nach der anderen gibt den Staffelstab schön artig zwischen den Ten Hatred Degrees weiter, ohne das dieser vielleicht mal auf den Boden klatscht, weggeworfen oder die Art und Weise des Transports variiert wird. Gleichförmig schön und gut, damit wird man dem geschichtlichen Vorbild, wie ja jetzt bekannt ist, allerdings nicht gerecht. Eine leichte Prise Melodie zum Thrash Riffing reicht bei einer Produktion, bei der die ebenfalls Thrash-artigen Vocals zu weit im Hintergrund vom sonst klinisch glatten Sound gemischt sind, schlichtweg nicht aus. RUMORS OF GEHENNA wird daher nur für Szenefetischisten interessant sein, alle anderen sollten auf das drohende Rumoren im Magen verzichten.