REVELATION OF DOOM – Shemhamforash

 
Label: Pagan Records
Release: 22.09.2007
Von: the.wangacopta
Punkte: 8/10
Time: 36:30
Stil: Blackened Death/Thrash Metal
URL: Revelation Of Doom
 
Etwas mehr als ein Jahr hat die Scheibe der Polen nun mittlerweile auf dem Buckel, und ich frage mich ernsthaft ob es REVELATION OF DOOM überhaupt noch gibt?! Vielleicht sind sie Mannen nach dem Release von Shemhamforash Ziegenherden hüten gegangen, jagen Jungfrauen oder klopfen mittlerweile an den Pforten zum Gehörnten an und bitten um Einlass… im World Wide Web allerdings hinterlassen sie außer eine inoffizielle MySpace-Site mit sage und schreibe 5 (!) Freunden (nein, das hat nix mit den Kinderbüchern zu tun ;)) und einer rein gar nichts aussagenden Homepage keine Spuren. Und zu Millionären wird Shemhamforash die Polen bestimmt auch nicht gemacht haben, dazu bedarf es dann doch mehr als einen simpel gespielten und schwarz eingefärbten Mix aus Death und Thrash Metal. Schwarz eingefärbt: REVELATION OF DOOM geben ausdruckssicher so ziemlich alles zum Besten, was es an zünftigen Black Metal Zubehör bedarf. Da zeigt das Kreuz nach Süden, Ziegenhörner zieren das Backcover genauso wie Ziegen im Track The Goatwhore dann auch gleich meckern dürfen, Jungfrauen stöhnen lustvoll und in Tracks der Kante Six Six Six, From Metal To Hell, Phalluscipher The Godcrusher oder Darkness Shall Be ist die textliche Aussage auch nicht schwer zu erraten. Das über 3 Minuten lange und absolut überflüssige Ave Satanas – Hail Satan Gebrabbel zum Ausklang von Shemhamforash können sich REVELATION OF DOOM getrost an die Backe nageln. So weit die inhaltliche Aussage, die musikalische ist genauso einfach strukturiert. Revolutionäres ist Mangelware. Dafür gibt es aber – man höre und staune – Effektivität in der Umsetzung noch und nöcher. Gefrickel wird gänzlich außen vor gelassen, die Polen setzen ganz auf das Baukastenprinzip. Wenn ein Riff zündet, dann wird das bis zur Exzesse geschmettert und nur durch einen kompletten Stilbruchpart oder durch Tempoverschärfungen oder –drosselungen entschärft. So finden sich neben Thrash-Riffs und Blast Geballer auch gerne mehr als offensichtliche Autopsy oder Hellhammer Parts wieder. Und genau diese einfachen Strukturen mit straighter Ausrichtung verleihen den Tracks einen hohen Wiedererkennungswert und jede Menge Zündstoff. Eine passende rohe Produktion drübergelegt und fertig ist ein einfacher, feiner Knaller. Eine Frage bleibt aber offen: Wo sind sie denn jetzt hin?