Was kriecht
wie eine Schnecke, grunzt in tiefen Unterwasserhöhlen mächtig
umher und lässt sich gemächlich viel Zeit ?
Jau, DOOM
METAL, aber diesmal so richtiger ... Aus den Boxen quillt zähflüssige
Lava, minutenlang ein Riff, leicht stolpernde Breaks, Feedback,
Spannung aufbauen ... es funktioniert tatsächlich noch,
das altbekannte Rezept, das vielleicht ein bisschen in Vergessenheit
geraten ist, seit Hellhound Records vor die Hunde :-) gegangen
ist und Bands wie Candlemass sich aufgelöst haben oder
Cathedral lieber 70’s Hippierock spielen.
Nein, Harbinger
Of Metal (dämlichster Platten Titel seit
...) rockt tatsächlich genauso, wie das legendäre
und auch nie übertroffene Forest Of Equilibrium von Cathedral.
Lava sei dank, halten sich die Black Sabbath Anleihen in Grenzen
und auf überflüssige schnelle Passagen wird größtenteils
verzichtet. Alles im Dienste der Atmosphäre.
Ein Schwachpunkt
sei angesprochen: der Gesang. Wie auch schon bei fast allen
Hellhound Bands besteht der Gesang teilweise aus weinerlichem
Ozzy-ähnlichem (also doch Black Sabbath...Trottel) Gejammer,
dem jeglicher Arschtritt fehlt und das ganze leicht pathetisch
wirken lässt. Nervt allerdings. Das Gegrunze , das manchmal
aus besagten Höhlen kriecht, passt hier besser !!!
Wer diese
Musik vermisst hat, der sollte zugreifen. Tatsächlich kriechen
inzwischen ähnliche andere Bands herum (Khanate, Sunn°))),
Orodruin – mit denen REVEREND BIZARRE
eine Split 10“ machten – , oder Wall Of Sleep),
natürlich muss man tief graben und Geduld haben.
9 Punkte,
auch für ein bisschen Nostalgie !!!