REVEREND BIZARRE – Harbinger Of Metal 
 
Label: Spikefarm
Release: 26.07.2004
Von: BRT
Punkte: 9/10
Time: 74:00
Stil: Doom Metal
URL: Reverend Bizarre
 

Was kriecht wie eine Schnecke, grunzt in tiefen Unterwasserhöhlen mächtig umher und lässt sich gemächlich viel Zeit ?

Jau, DOOM METAL, aber diesmal so richtiger ... Aus den Boxen quillt zähflüssige Lava, minutenlang ein Riff, leicht stolpernde Breaks, Feedback, Spannung aufbauen ... es funktioniert tatsächlich noch, das altbekannte Rezept, das vielleicht ein bisschen in Vergessenheit geraten ist, seit Hellhound Records vor die Hunde :-) gegangen ist und Bands wie Candlemass sich aufgelöst haben oder Cathedral lieber 70’s Hippierock spielen.

Nein, Harbinger Of Metal (dämlichster Platten Titel seit ...) rockt tatsächlich genauso, wie das legendäre und auch nie übertroffene Forest Of Equilibrium von Cathedral. Lava sei dank, halten sich die Black Sabbath Anleihen in Grenzen und auf überflüssige schnelle Passagen wird größtenteils verzichtet. Alles im Dienste der Atmosphäre.

Ein Schwachpunkt sei angesprochen: der Gesang. Wie auch schon bei fast allen Hellhound Bands besteht der Gesang teilweise aus weinerlichem Ozzy-ähnlichem (also doch Black Sabbath...Trottel) Gejammer, dem jeglicher Arschtritt fehlt und das ganze leicht pathetisch wirken lässt. Nervt allerdings. Das Gegrunze , das manchmal aus besagten Höhlen kriecht, passt hier besser !!!

Wer diese Musik vermisst hat, der sollte zugreifen. Tatsächlich kriechen inzwischen ähnliche andere Bands herum (Khanate, Sunn°))), Orodruin – mit denen REVEREND BIZARRE eine Split 10“ machten – , oder Wall Of Sleep), natürlich muss man tief graben und Geduld haben.

9 Punkte, auch für ein bisschen Nostalgie !!!