| REQUIEM,
zweites Output. Jetzt mit dem Tastenmann von Sonata Arctica (laut
des Infoblattes. Tatsache ist aber, dass er erst nach der ersten
Scheibe von REQUIEM Mitglied der Kleinbrüder
von Stratovarius wurde). Positive Überraschung: Man benutzt
sehr viel mehr Speed als beim Debüt, dazu kommt ein großer
Teil Neoklassizismus und hier und da kommt man auch etwas progressiv
daher. Tolle Mischung, aber nix Neues. Der Sound ist glasklar
(die Finnen gewinnen... nochmal!) und die Kerle wissen mit ihren
Instrumenten umzugehen. Schnelle Leads werden mit furiosem Drumming
gemischt und darüber schwebt die Stimme von Jouni Nikula,
der dieses Mal weniger opernhaft zu Werke geht. Leider scheint
es, als ob die Finnen immer Probleme mit gewissen Lauten der englischen
Sprache haben. Zwar stört das nicht, aber wenn der Rest so
tadellos aus den Boxen knallt...
Mask Of Damnation hat man zusammen mit
Nino Laurenne (Thunderstone) in dessen Studio Sonic Pump eingespielt,
und das Ganze ist wie gewohnt von Mika Jussila im Finnvox gemastert.
Leider sind auf der Scheibe magere acht Songs, was mich ein bisschen
ärgert. Die Songs sind gut, zugegeben, aber diese Entwicklung
mit weniger und weniger Liedern auf den Albem halte ich für
Blödsinn. Naja, ich schätze, ich muss mit genauen 42
Minuten Musik zufrieden sein. Fein dann, dass die meisten Songs
solche hohe Qualität bieten. Nach Speedgranaten wie Blinded
und The Dying Ember mit tollem Gesangsaufbau kommt ein
ruhigeres Stück Mask Of Damnation mit progressiven
Einflüssen. Tolle Anfangleads bietet Divine Illusion
und die Mehrheit der anderen Hälfte der Scheibe kommt etwas
düsterer und melancholischer, was aber zur Vielfalt des Albums
beiträgt. Eine feine Leistung, aber nächstes Mal will
ich mehr Songs haben!
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