REQUIEM – Mask Of Damnation
 
Label: Sound Riots
Release: 01.12.2003
Von: Alex
Punkte: 8
Time: 42:00
Stil: Melodic Speed/Power Metal
URL: Requiem
 

REQUIEM, zweites Output. Jetzt mit dem Tastenmann von Sonata Arctica (laut des Infoblattes. Tatsache ist aber, dass er erst nach der ersten Scheibe von REQUIEM Mitglied der Kleinbrüder von Stratovarius wurde). Positive Überraschung: Man benutzt sehr viel mehr Speed als beim Debüt, dazu kommt ein großer Teil Neoklassizismus und hier und da kommt man auch etwas progressiv daher. Tolle Mischung, aber nix Neues. Der Sound ist glasklar (die Finnen gewinnen... nochmal!) und die Kerle wissen mit ihren Instrumenten umzugehen. Schnelle Leads werden mit furiosem Drumming gemischt und darüber schwebt die Stimme von Jouni Nikula, der dieses Mal weniger opernhaft zu Werke geht. Leider scheint es, als ob die Finnen immer Probleme mit gewissen Lauten der englischen Sprache haben. Zwar stört das nicht, aber wenn der Rest so tadellos aus den Boxen knallt...
Mask Of Damnation hat man zusammen mit Nino Laurenne (Thunderstone) in dessen Studio Sonic Pump eingespielt, und das Ganze ist wie gewohnt von Mika Jussila im Finnvox gemastert. Leider sind auf der Scheibe magere acht Songs, was mich ein bisschen ärgert. Die Songs sind gut, zugegeben, aber diese Entwicklung mit weniger und weniger Liedern auf den Albem halte ich für Blödsinn. Naja, ich schätze, ich muss mit genauen 42 Minuten Musik zufrieden sein. Fein dann, dass die meisten Songs solche hohe Qualität bieten. Nach Speedgranaten wie Blinded und The Dying Ember mit tollem Gesangsaufbau kommt ein ruhigeres Stück Mask Of Damnation mit progressiven Einflüssen. Tolle Anfangleads bietet Divine Illusion und die Mehrheit der anderen Hälfte der Scheibe kommt etwas düsterer und melancholischer, was aber zur Vielfalt des Albums beiträgt. Eine feine Leistung, aber nächstes Mal will ich mehr Songs haben!