Quasi
aus dem Nichts landete das 2. Demo der finnischen Band REPRISAL
SCARS auf meinem Schreibtisch. Das wenig gehaltvolle
Info weckte auch erstmal keinerlei Neugier bei mir, allerdings
fiel mir bei näherer Betrachtung das stilvolle Artwork
auf, so dass ich die CD dann doch sofort in den Player schob.
Und das war eine gute Idee, denn die drei enthaltenen Tracks
gehören zum Besten, was ich seit längerer Zeit im
Bereich der Non-Label-Bands gehört habe. Gut produzierte
und erfrischend klischeefreie, dabei aber doch harte Musik bekommt
man hier geboten. Die Wurzeln der Band liegen sicherlich im
Thrash und melodischen Death Metal-Bereich, jedoch ist hier
weniger das Tempo Trumpf, sondern stattdessen legen REPRISAL
SCARS wert auf fette, intelligente Riffs und Kompositionen
sowie eine Menge Druck.
Für eine Demo-Band klingt das Ganze dabei fast schon unglaublich
eigenständig, so dass mir folglich die Vergleiche schwer
fallen. Am ehesten würde ich noch den Namen Sentenced fallen
lassen, allerdings müsste man dazu dann von der hypothetischen
Annahme ausgehen, dass die nicht immer softer geworden wären,
sondern nach der Abkehr vom reinen Death Metal dem Prinzip Härte
in keinem Fall abschworen hätten.
Melodisch passt das jedenfalls sehr gut, denn die drei Tracks
auf Done Is Done sind nicht nur harter
Stoff, sondern auch echte Ohrwürmer. Das betrifft den Opener
4th Victim genauso wie das etwas ruhigere The Signs
sowie den abschließenden Titeltrack, der sich als mächtig
groovende Abrissbirne entpuppt.
Ihr könnt also nicht viel falsch machen, wenn ihr die Homepage
der Band besucht und euch dort alle drei Tracks herunterladet.
Wenn die Band so weitermacht, werden die noch ganz schön
groß, wetten?