Nun ja, sorry unter
Kammermusik stelle ich mir eher kongeniale Zeitgenossen wie
die Rachel's vor, die ihrer klassischen Instrumentierung maximal
Fieldrecordings und Postrock Versatzstücke hinzufügen,
jedoch nahe an wirklicher "Kammermusik" bleiben
und gleichzeitig ohne Worte bewegende Geschichten erzählen...
Hier jedoch haben wir es mit lupenreinem Metal zu tun, der
mit klassischer Instrumentierung aufgebockt ist, -Core ist
natürlich so irreführend wir nur sonstwas, gestandenen
Hardcore/Punk Fans würden eher die Haare zu Berge stehen...
Das ist vermutlich eher das fischen in falschen Gewässern:
Kapitän, Vorsicht Eisberg!!!
Musikalisch durchaus ansprechend, erinnern REMEMBER
TWILIGHT ein wenig an Subway To Sally ohne den Mittelalter-Quatsch
und ohne übertriebenen Pathos, gleichzeitig versuchen
REMEMBER TWILIGHT gar nicht erst, in die
klassischen Gefilde zu segeln, in denen Therion & Haggard
und Konsorten herumpfuschen. Die Platte ist zwar aufwendig
arrangiert und abwechslungsreich dargeboten, leider fehlen
den Songs jedoch Druck und Power, so dass sich die ganze Chose
auf die guten Melodien stützen muss, den der Gesang gibt
nicht mehr her als belangloses herausgepresstes Herumgebrülle...
dazu auch noch sehr unverständlich, so das es sich nicht
lohnt auf irgendwelche Texte einzugehen.
Die ganze Gelegenheit
ist eher zwiespältig anzusehen, trotz klarer Ansage weder
Fisch noch Fleisch, auch eine Produktion von Herrn Alexander
Krull oder ein technoider Remix werten das hier nicht auf...
viel Augenwischerei vernebelt einen guten Ansatz der jedoch
nicht ausgegoren ist...