REIGN OF EREBUS - Humanracist

Label: Blackend / Plastic Head

Release: 22.10.2001

Von: Hoschi

Punkte: 7

Obwohl Humanracist das offizielle Debutalbum der englischen Black Metaller REIGN OF EREBUS darstellt, gab (und gibt) es bei der Band bereits ein großes Stühlerücken in Sachen Line-Up. Begann man 1997 noch als 7-köpfige Band, gingen (oder wurden gegangen) 5 Mitglieder, so daß man als Duo mit dem Songwritingprozeß zu Humanracist startete. Zur Aufnahme war man dann wieder ein Quintett, von dem nun schon wieder 2 Leute ausgestiegen sind.

Soviel Bandgeschichte mal als Aperitif. Nun etwas über das Haupt- gericht : Das Debut-Album. Darauf bekommt man eine heftige Portion Black Metal serviert, wie man ihn eher von skandinavischen Bands her kennt. Die fünf Engländer machen ihre Sache aber auch äußerst ordentlich und können mit ihrer Musik einen sprichwört- lichen Sturm entfesseln. Von den ganzen Gitarrenattacken, den Blastdrums und dem Keyboardteppich im Hintergrund fühlt man sich über weite Strecken wie in einem Orkan gefangen, der über einen hinwegfegt. Der dazupassende Gesang reiht sich in diese Mischung nahtlos mit ein, so daß man keine wirklichen Angriffspunkte an dem Album finden kann, es sei denn man beschwert sich über das Fehlen an schönen Melodien, dann hat man aber sicher das falsche Album ausgewählt. Ob man aber zum 1454. Mal das Thema : „Ich haße die Kirche und sowieso eigentlich fast jeden" aufgreifen mußte, laß ich jetzt mal so stehen, aber etwas mehr Kreativität in diesem Bereich wäre nicht schlecht. Ruhepausen von dem Inferno werden einem nur selten und spärlich gewährt, so daß King Of The Dead eine dieser wenigen Oasen darstellt.

REIGN OF EREBUS stellen auf jeden Fall ein traditionelles Schwarz- wurzelgebräu dar, daß kompromißlos, aber keinesfalls langweilig zu Werke geht. Huamracist ist auf jeden Fall mal wieder ein gnaden- loser Schlag auf die Fresse. Ob ihr diesen mal wieder gebrauchen könnt, müßt ihr selber entscheiden.

Reign Of Erebus