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Lange
war es ruhig gewesen um diese Formation, rund um Pazuzu Mann Ray,
in der auch Allround Workaholic Martin Schirenc seine Finger im
Spiel hat, denn seit ihrem Debüt Malice in Wonderland
im Jahre 1997 hatte man aus Mangel an Lebenszeichen schon vermuten
dürfen, RAVENTHRONE seien wie viele andere Bands bereits
nach dem ersten Album gestorben - aber so kann man sich irren.
Mit Endless Conflict Theorem ist der Hauptsitz der
Band mit Ray zwar nach Kanada verlegt worden, jedoch wurde auch
diesmal mit Martin Schirenc in Wien aufgenommen, zusammen mit
Mike Gröger (der übrigens auch für HOLLENTHON tätig ist) an den
Drums. Bei soviel "Staraufgebot" würde man eigentlich meinen,
dass hier nur etwas Gutes herauskommen kann...
RAVENTHRONE
spielen, wie auf dem Vorgänger, Folk/Epic Metal, der besonders
von Synthesizern geprägt ist und auf melodiöse Klangteppiche aufgebaut
wird. Zudem haben die Songs eigene Charaktere, so wird A Night
Among The Ruins Of Basra größtenteils von einem orientalischen
Blasinstrument gespielt, und wirkt so ob der morgenländischen,
melancholischen Stimmung doch sehr konträr zu dem Rest des Albums,
welches eher frisch und fröhlich gehalten wurde. The Wayfearers
Song hingegen ist ein typisches Folk/Epic Stück mit mehrstimmigem
Männergesang, dass auf einer CD wie dieser nicht fehlen darf.
Doch
so gut das Ganze von der Beschreibung her auch klingen mag, irgendwie
wirkt das Album einfach nur langweilig und nervend. Das mag vielleicht
daran liegen, dass sich das Tempo die meiste Zeit im selben Bereich
befindet und permanentes Midtempo-Gedudel auf Dauer etwas öde
wirkt, zudem klingen die Songs trotz ihrer oben genannten Besonderheiten
von der Atmosphäre her ziemlich gleich - man merkt zwar, dass
hier mit Fingerspitzengefühl gearbeitet wurde, doch ist das Gesamtergebnis
eben doch eher enttäuschend. Besonders störend finde ich außerdem,
dass einige Songs an die Deutschen Goth Metaller Crematory erinnern
- besonders bei Soulstorm muss ich jedes Mal an das extrem
nervende Tears Of Time denken, da die Keyboardlinien doch sehr
ähnlich sind.
Somit
kann ich hier zwar nicht von einem schlechten Album sprechen,
jedoch fehlt es mir hier einfach an Substanz und Gefühl, die mir
eben bei Musik das wichtigste sind - mag wahrscheinlich auch daran
liegen, dass mich fröhlich klingende Musik nur selten anspricht.
Wer jedoch melodischen Metal liebt und auch gegen ein teilweise
penetrantes Keyboard nichts einzuwenden hat, wird RAVENTHRONE
mögen - ich allerdings kann Endless Conflict Theorem
nur als Durchschnitt einstufen.
www.malicegarden.com
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