„Do
not reproduce, do not support them, bring them to an end. Stop
the agony of concious life, eradicate life.” – dieser
Auszug aus dem Song Bringer Of Closure ist wohl der
beste Weg um zu beschreiben, worum es sich bei PUISSANCE
dreht – Genozid, Terror und den Untergang der menschlichen
Rasse.
Wie bereits
auf dem Vorgänger Total Cleansing
– der meines Erachtens zu den besten Alben überhaupt
gehört – werden diese Gedanken durch neoklassische
Elemente dargeboten – ein Stil, den die Schweden Henry
Möller und Fredrik Söderlund (u.a. auch Octinomous)
geradezu perfektioniert haben und der mir um Welten besser gefällt
als die noch stärker Industrial-lastigen älteren Werke.
Klangteppiche aus Violinen dominieren fast jeden Song, während
die Botschaft der Texte entweder rezitiert oder mittels Männerchor
vermittelt wird – eine wahrlich apokalyptische, bedrückende
Stimmung ist somit vorprogrammiert, die durch besagte Lyrics
an Intensität dazugewinnt, da sie – so negativ und
hoffnungslos sie auch klingen mögen – größtenteils
wahr sind. State Collapse ist somit
der logische Nachfolger von Total Cleansing,
wenn es auch einige Details gibt, die weiterentwickelt wurden
– so sind die klassischen Elemente auf dem neuen Output
noch verfeinert und ausgebaut worden, das Instrumental State
Collapse wirkt einfach überwältigend. Allerdings
sind die Songs selber nicht ganz so genial wie in etwa ein Release
The World oder Hail The Mushroom Cloud, haben
aber durchaus auch ihren eigenen, speziellen Reiz. Somit erschaffen
PUISSANCE wiederum ein Album, das durch seine
bedrohliche Endzeitatmosphäre und Einzigartigkeit heraussticht
– „You call it justice, I call it genocide“.