PUISSANCE – State Collapse
 
Label: Regain Records
Release: 26.04.2004
Von: Dunja
Punkte: 9/10
Time: 43:57
Stil: Apocalyptic Neo Classic
URL: Puissance
 

„Do not reproduce, do not support them, bring them to an end. Stop the agony of concious life, eradicate life.” – dieser Auszug aus dem Song Bringer Of Closure ist wohl der beste Weg um zu beschreiben, worum es sich bei PUISSANCE dreht – Genozid, Terror und den Untergang der menschlichen Rasse.

Wie bereits auf dem Vorgänger Total Cleansing – der meines Erachtens zu den besten Alben überhaupt gehört – werden diese Gedanken durch neoklassische Elemente dargeboten – ein Stil, den die Schweden Henry Möller und Fredrik Söderlund (u.a. auch Octinomous) geradezu perfektioniert haben und der mir um Welten besser gefällt als die noch stärker Industrial-lastigen älteren Werke. Klangteppiche aus Violinen dominieren fast jeden Song, während die Botschaft der Texte entweder rezitiert oder mittels Männerchor vermittelt wird – eine wahrlich apokalyptische, bedrückende Stimmung ist somit vorprogrammiert, die durch besagte Lyrics an Intensität dazugewinnt, da sie – so negativ und hoffnungslos sie auch klingen mögen – größtenteils wahr sind. State Collapse ist somit der logische Nachfolger von Total Cleansing, wenn es auch einige Details gibt, die weiterentwickelt wurden – so sind die klassischen Elemente auf dem neuen Output noch verfeinert und ausgebaut worden, das Instrumental State Collapse wirkt einfach überwältigend. Allerdings sind die Songs selber nicht ganz so genial wie in etwa ein Release The World oder Hail The Mushroom Cloud, haben aber durchaus auch ihren eigenen, speziellen Reiz. Somit erschaffen PUISSANCE wiederum ein Album, das durch seine bedrohliche Endzeitatmosphäre und Einzigartigkeit heraussticht – „You call it justice, I call it genocide“.