Im
Presse-Info spricht AXEL RUDI PELLL „von dem modernen
Touch, den einige der aktuellen Stücke, vor allem in rhythmischer
Hinsicht tragen.“ Ah ja. Machen wir uns nichts vor: Tales
Of The Crown tönt genauso aus den Boxen, wie man
es von PELL erwartet. Melodic Metal der kunstvollen Art.
Alles dabei: Gas geben (Angel Eyes, Buried Alive), ein
wenig auf die Bremse treten für schnörkelige Midtempo-Stücke
wie den epischen Titelsong Tales Of The Crown, und in
der Knutschzone halten für ergriffene Balladen (Touching
My Soul, Northern Lights). Nix Innovatives, keine Experimente.
AXEL RUDI PELL und seine Mitstreiter spulen ihr Programm
routiniert und spielsicher ab. Tales Of The Crown
ließe sich gut hören, wenn nicht vieles schon so
verdammt bekannt und altbacken anmuten würde. Fans machen
mit der Scheibe nichts verkehrt, Einsteiger können auch
beherzt zugreifen, vor allem soundtechnisch hat das Album einiges
zu bieten. Doch jeder, der interessiert ist an weiter führenden
Entwicklungen, an einem sprühenden Funken, der alte Erkenntnisse
auf ein neues Level bringt, sollte einen Bogen um die Tales
Of The Crown machen.