PARAGON BELIAL – Nosferathu Sathanis

 
Label: Bloodred Horizon
Release: 31.10.2008
Von: Stormlord
Punkte: 8/10
Time: 38:00
Stil: Black Metal
URL: Paragon Belial
 
Es ist immer wieder schön, Bands kennen zu lernen, die trotz intensiv geglaubter Beschäftigung mit der (Black Metal-)Szene bisher noch nicht den Weg in meinen CD-Player fanden.

PARAGON BELIAL können recht überraschenden Black Metal mit hervorstechenden Ideen kredenzen. Das liegt sicher daran, dass sich das finstere Trio nicht nur in heillose Geschwindigkeitsattacken stürzt, sondern auch mal das Tempo verschleppt und so manch atmosphärischen Part beisteuert. Dabei versprühen viele Kompositionen aber ein dreckiges Rock’n’Roll Feeling, so als würden Motörhead nun Black Metal spielen. Da passt die Coverversion von Hellhammers Horus/Agressor bestens ins Bild. Dazu mischen PARAGON BELIAL die ungestüme Wucht von Black/Thrash Bands wie Nocturnal Breed und schaffen so ein feines, teils begeisterndes Werk. Tatsächlich dürften auch Fans von First Class Black Metal Bands wie Secrets Of The Moon oder Dark Fortress am harschen, doch intensiven und abwechslungsreichen Schwarzwurzel-Gebräu Gefallen finden. Einige Songs ziehen aber schon mächtig vom Leder, aber auch bei Hochgeschwindigkeits-geschossen wie Solemnize Me sorgen intensiver Gesang und kleine Schmankerln wie Glockenschläge für Stimmung.
Sehr gelungen ist die Herausnahme jeglichen Tempos in der Mitte des dynamisch-dramatischen Necromancer, als nur mehr vereinzelte Trommelschläge und akustische Gitarren die Instrumentalarbeit übernehmen und dazu die harsche Stimme von Andras fies knurrt. Eigentlich fehlt dem Album nur mehr eine durchschlagskräftige Hymne obwohl manche Titel wie eben Necromancer oder das abschließend runter gerotzte Black Metal United & Strong nahe dran sind.

Nosferathu Sathanis ist zudem in ein Soundgewand eingehüllt, das sowohl druckvoll als auch roh klingt. Zudem ertönt der Bass glücklicherweise sehr fett – nix also mit Dünnbrettbohrersound oder Transistorradiogitarrengeschrubbe! Der Geist des ursprünglichen Black Metal wird also mit einer transparenten Klangmauer verwoben – da kann ich nur Beifall zollen! Weiter so, meine Herrschaften!