OUTRAGE
= Old-school Underground TRAditional
Growl Eruption??? Auf jeden
Fall wäre das eine gute Umschreibung des bodenständigen
Death Metal der sympathischen Band aus der Steiermark!
Vor nicht allzu langer Zeit spielten OUTRAGE
im Vorprogramm von Obituary und das nicht ohne Grund, erinnert
ihr grooviger, mittelschneller Metal doch an alte Helden wie
Six Feet Under, was vor allem am Gesang von Max und den rhythmischen
Grundstrukturen des Songmaterials liegt. Max trägt am Bandfoto
ein Shirt von Benediction, die auch als Referenz angeführt
werden könnten. Doch nicht nur in schleifenden Temporegionen
fühlen sich die Jungs wohl, zwischendurch gibt es eine
richtig dosierte Anzahl an Breaks, ohne jedoch jemals kompliziert
zu werden. Diese Mischung ist wie geschaffen fürs Headbangen
und live funktionieren die Lieder von OUTRAGE
bestens – auch jene von Switch Off The Pain
werden diese Tradition fortsetzen können. Einfach und nachvollziehbar,
doch nicht stumpf grooven die Jungs durch 5 Stücke, die
mit einem rauen und gut passenden Sound versehen worden sind.
Schon der einleitende Track The Way You Die Is Suicide
(ach wie nett!) gefällt mir durch seine Abwechslung und
den einprägsamen Refrain. Die Gitarrenarbeit blitzt mit
fein ausgearbeiteten Leads in jedem Song durch (vor allem Between
Life And Death sei hier erwähnt) und die Rhythmussektion
stampft souverän durch die gut 20 Minuten. Die Abschlussnummer
und zugleich das Titelstück Switch Off The Pain
beendet das Album angemessen und animiert nochmals zu heftigen
Reaktionen im Nackenbereich. Da auch die anderen Kompositionen
die hohe Qualität halten können, empfinde ich diese
Demo-CD als außerordentlich gut und somit für alle
Old School Fanatiker empfehlenswert.
Auch die Verpackung von Switch Off The Pain
ist gut gelungen, stilvoll und brutal gleichzeitig, Coverdesigner
Michael Königshofer hat grafisch so gute Arbeit geleistet
wie die Band musikalisch – eine rundum gelungene Sache
also!