OUT
OF DAMAGE aus Heppenheim (etwa zwischen Darmstadt und Mannheim
gelegen) wissen, wie man groovt. Und wie man gekonnt Old- und
New School Metal miteinander verbindet. Es ist gar nicht so
einfach, das Ganze zu definieren und ich will es auch gar nicht
versuchen, Schubladen und so. Eine Band, die mir dennoch ab
und an in den Sinn kommt, ist Anthrax. Sowohl deren Anfänge
in den 80ern als auch die groovigere Ausrichtung in den 90ern.
Letztlich muss jeder den Sound der fünf selber mal antesten.
Sofern der/diejenige ohne Scheuklappen durchs Leben schreitet,
sollte an No Superheroes In Town Gefallen gefunden
werden, zumal wenn man berücksichtigt, dass es nach einer
Demo-EP 2009 (Wake Up Call) das Debüt der
Band ist. Mir gefällt die unbekümmerte Weise, mit
der OUT OF DAMAGE die Sache angehen, wie selbstverständlich
werden Hardcore und Punk-Elemente mit in den Ring geschmissen,
who cares? Checkt mal The Beast In Me und Every Fucking
Sunday auf deren Facebook-Seite. Soundtechnisch klingt No
Superheroes In Town zudem angenehm organisch und räudig,
sprich echt und hebt sich somit von vielen anderen supermodern
getrimmten Produktionen ab. Die beiden Gitarren klassisch auf
links und rechts, die Drums ohne Trigger, man hört den
Bass gut raus – für eine Eigenproduktion insgesamt
wirklich gelungen.
Einschränkend muss man allerdings sagen, dass an der Gesangsperformance
noch einiges zu verbessern gilt. Während die Hardcore-Shouts
okay sind, finde ich die cleanen Parts nicht immer stabil und
sicher genug. Zudem kann bei relativ geringer Spielzeit nicht
jeder Song überzeugen (u.a. das überflüssige
Intro, We Run Together und The Dark Knight),
zuweilen fehlt es auch an der richtigen Zutat an der passenden
Stelle. Für meinen Geschmack könnte es an Stellen,
wo die Saat gelegt ist, ruhig eine Spur härter und brutaler
zu Gange gehen. Aber genug gemeckert: No Superheroes In
Town geht straight nach vorne, macht Laune und ist ein
guter Startschuss für weitere Schandtaten. :)