ORPHANAGE – Driven
 
Label: Nuclear Blast
Release: 05.04.2004
Von: Dunja
Punkte: 6,5
Time: 66:56
Stil: Gothic Metal
URL: Orphanage
 

Das wohl bekannteste Waisenhaus der Metalszene ist zurück, um uns nach einer vierjährigen Releasepause mit Driven ihr viertes Full Length-Album schmackhaft zu machen. Nachdem man bei ORPHANAGE nie so recht weiß, was einen zu erwarten hat – ihr Album By Time Alone zählt bis heute zu meinen Favoriten, während ihr letzter Release Inside mich ziemlich enttäuscht hat – war ich natürlich gespannt, was die Truppe rund um Goldkehlchen Rosan van der Aa uns diesmal bescheren würde.

Glücklicherweise wurden anno 2004 die typischen Goth-Elemente wieder etwas zurückgeschraubt und man geht wieder etwas flotter und derber zur Sache, die Songs werden aber, wie es eben auch bei Inside der Fall war, fast ausschließlich von Rosan gesungen, während sich die Growls eher im Hintergrund halten, bis auf Ausnahmen wie z.B. Dead Ground. Auch der Männerchor, der mir auf By Time Alone so gut gefallen hat, findet hier wieder vermehrt Einsatz, wenn auch leider nicht mehr ganz so dominierend wie eben auf besagtem Album. Grundsätzlich handelt es sich hier sicherlich unverkennbar um ein typisches ORPHANAGE-Album, wenn es auch wie die Vorgänger seinen eigenen Flair hat. So wurden hier Elemente eingesetzt, die bislang so auf keinem Album der Niederländer zu finden waren, was sicherlich erfrischend rüberkommt. Allerdings bleibt hier unterm Strich nur ein „normales, nettes“ Album, denn wirkliche Höhepunkte sucht man auf Driven vergeblich. Und dann wäre da noch das Cover zu erwähnen, das sicherlich einen Platz unter den hässlichsten und kitschigsten Artworks verdient hätte....