Das wohl
bekannteste Waisenhaus der Metalszene ist zurück, um uns
nach einer vierjährigen Releasepause mit Driven
ihr viertes Full Length-Album schmackhaft zu machen. Nachdem
man bei ORPHANAGE nie so recht weiß,
was einen zu erwarten hat – ihr Album By Time
Alone zählt bis heute zu meinen Favoriten,
während ihr letzter Release Inside
mich ziemlich enttäuscht hat – war ich natürlich
gespannt, was die Truppe rund um Goldkehlchen Rosan van der
Aa uns diesmal bescheren würde.
Glücklicherweise
wurden anno 2004 die typischen Goth-Elemente wieder etwas zurückgeschraubt
und man geht wieder etwas flotter und derber zur Sache, die
Songs werden aber, wie es eben auch bei Inside
der Fall war, fast ausschließlich von Rosan gesungen,
während sich die Growls eher im Hintergrund halten, bis
auf Ausnahmen wie z.B. Dead Ground. Auch der Männerchor,
der mir auf By Time Alone so gut gefallen hat, findet
hier wieder vermehrt Einsatz, wenn auch leider nicht mehr ganz
so dominierend wie eben auf besagtem Album. Grundsätzlich
handelt es sich hier sicherlich unverkennbar um ein typisches
ORPHANAGE-Album, wenn es auch wie die Vorgänger
seinen eigenen Flair hat. So wurden hier Elemente eingesetzt,
die bislang so auf keinem Album der Niederländer zu finden
waren, was sicherlich erfrischend rüberkommt. Allerdings
bleibt hier unterm Strich nur ein „normales, nettes“
Album, denn wirkliche Höhepunkte sucht man auf Driven
vergeblich. Und dann wäre da noch das Cover
zu erwähnen, das sicherlich einen Platz unter den hässlichsten
und kitschigsten Artworks verdient hätte....