Bedeutet
extremer Abwechslungsreichtum und Stilwechsel gleichzeitig,
dass die Scheibe zerfahren und nicht straight in your face ist?
Oder versucht man vor unvermeidlichen Vergleichen wegzulaufen,
indem man einfach viele verschiedenen Sachen in einen Topf wirft
und dann schaut was dabei rauskommt?
Bei Maleventum der Band OPERA IX habe ich
ein wenig dass Gefühl, dass es etwas von letzterem ist, da der
Melting Pot mal wieder einmal stark in Anspruch genommen wurde
und man sich durch eine ganze Reihe von Stilen kämpft um letztendlich
mit einer sehr mystisch angehauchten Art von melodischem Death
/ Black Metal herauszubekommen.
Erinnerungen an Therion (Princess Of The Ancient ; gefällt mir
sehr gut) oder Satyricon klingen dabei schon recht deutlich
durch, wobei man aber immer bemüht ist, die Sache nicht ausufern
zu lassen und immer wieder auf die mystische, Grundatmosphäre
zurückzukommen. Das bedeutet, dass es zwar immer wieder schnelle
Attacken gibt, diese aber auch schnell wieder zurückgefahren
werden. Ansonsten mischt man Death und Black Elemente recht
munter miteinander, vergisst aber nie den nötigen Schuss Melodie
und das Keyboard darf hier natürlich auch nicht fehlen.
Besonders hervorzuheben ist sicher noch Muscaria, in
dem mit Dudelsäcken (!!!) experimentiert wird, was erstaunlicherweise
auch noch gut in das Konzept passt.
Soundtechnisch kann man auch nicht gerade meckern, obwohl mir
die Sache etwas dünn geraten ist. Da kann etwas mehr Wucht aus
den Boxen sicher nicht schaden. Zwar haben OPERA IX es
nicht vollends geschafft dem Material ihren Stempel aufzudrücken,
aber so sind doch zumindest gute Ansätze vorhanden. Wer aber
eh auf melodischen Death / Black Metal steht, der kann mit Maleventum
nicht wirklich viel falsch machen.