Nachdem
mir schon der Vorgänger Sacro Culto wirklich gefallen
hat, musste ich natürlich die neue Veröffentlichung The
Black Opera auch in meine Sammlung aufnehmen, und hatte
da auch eine Menge Erwartungen an diese CD… doch leider bedeutet
eine bessere Produktion nicht zugleich ein besseres Album. Wenn
auch Sacro Culto in einem primitiven italienischen
Studio geboren wurde, zeichnete es sich durch originelle Ideen
und eine gewaltigen Atmosphäre aus, die mir beim in Schweden
produzierten Neuling ziemlich abgeht. Klar, eine Frontfrau wie
Cadaveria ist schon originell und sie macht ihre Sache auch
wirklich gut... ihre Brutal Vocals kommen überzeugender rüber
als die mancher ihrer männlichen Kollegen, jedoch fehlen manche
cleanen Parts, die mir auf Sacro Culto noch so
gut gefielen.
Musikalisch ist der Band wirklich nichts vorzuwerfen, die meist
bis zu 9 Minuten langen Songs folgen ihrem Konzept und sind
auch gut durchdacht, jedoch bleibt nichts davon hängen. 6 Akte...
gegliedert im Stil einer Oper - doch erwartet man sich dabei
einen Höhepunkt oder zumindest etwas ausgefalleneres, das dem
Akt einen gewissen Charakter verleiht ... leider finde ich keine
besonderen Unterschiede.
In den langsamen Passagen wirkt zwar das Keyboard ganz gut,
aber sobald es etwas schneller wird befindet es sich so stark
im Hintergrund, dass man genau hinhören muss um etwas von der
Spieltüchtigkeit des Keyboarders zu erkennen. Ich kann aber
auch nicht sagen, dass dieses Album schlecht ist, wahrscheinlich
bin ich ihm gegenüber nur sehr kritisch, da mich der Vorgänger
einfach umgehauen hat. Leute, die da ganz objektiv rangehn können
werden ziemlich sicher einen besseren Eindruck der CD haben...
und diesen Leuten sei empfohlen sich Sacro Culto
zuzulegen. Ich persönlich kann nur hoffen, dass mich das nächste
Album mehr begeistern kann.