Nach der
Veröffentlichung von 3 EP's, liegt nun das Debüt Album
For We Are der belgischen Newcomer von Oceans
Of Sadness vor. Das Scheibchen beinhaltet neben den 4 Songs
der letzten EP ...Let Them All In (Your Faith;
A Dying Nightingale; The Apocalypse; Judas) noch 7 neue
Stücke. Mag man bei den ersten Klängen noch den Eindruck
haben, das man sich nun in verträumte Welten der Marke
Anathema verabschieden kann, wird man doch recht unsanft wieder
geweckt. Tatsächlich bekommt man eine recht aggressive
und powervolle Mischung geboten, die ein wenig an In Flames
erinnert. Auch kann man blackmetallische Einflüsse nicht
verleugenen, ebensowenig wie in ruhigen Parts unter anderem
die bereits oben erwähnten (alten) Anathema. Exemplarisches
Beispiel wäre Re-Erase, das mit guten 7 Minuten
eine perfekte Schnitt-menge davon präsentiert, was OCEANS
OF SADNESS zu bieten haben. Die Produktion ist ziemlich
blass und läßt ein wenig zu wünschen übrig,
insbesondere dann, wenn man die Jungs bereits live on stage
erlebt hat, wo sie ein geballtes Maß an Energie versprühen.
Stellenweise geht mir der cleane Gesang von Sänger Tijs
mächtig auf die (nichtvorhandenen) Eier. Bei den ruhigen
Parts und den spoken Words ist das noch ok aber ansonsten bevorzuge
ich doch lieber seine Growls. Ein weiteres Highlight gibt's
mit The Apocalypse. Zum Ende des Album überwiegen
dann doch mehr die ruhigen Arrangements, aber nicht ohne mit
Low noch mal richtig Arsch zu treten, um dann elegant
mit Judas auszuklingen. Da OCEANS OF SADNESS erst
am Anfang ihrer musikalischen Karriere stehen und jede Menge
Potential in sich haben, sollte es mich nicht wundern, bald
mehr von ihnen zu hören. For We Are ist derzeit
nur in Belgien veröffentlicht worden, die Platte läßt
sich aber über die LSP
Company ordern.