OOMPH! – Augen Auf!  (Single) 
 
Label: G.U.N. Records
Release: 12.01.2004
Von: Psycho
Punkte: -/-
Time: 7:59
Stil: Elektro Metal
URL: Oomph!
 

Sinnige Idee: ein Vorab-Promo zur Vorab-EP des neuen OOMPH! Albums Wahrheit oder Pflicht. Besonders sinnvoll deswegen, weil sich auf diesem Promo nur der Titel-Song der EP, nämlich Augen auf! befindet; und zwar einmal als Radio Edit und zusätzlich als Freizeichen vs. OOMPH! - Mix. So kann ich euch also nur vom "Hörensagen" her berichten, dass sich neben diesen beiden Stücken noch zwei neue Tracks (Dein Feuer bzw. Burn Your Eyes) und eine Cover-Version des NDW-Klassikers Eisbär (im Original von Grauzone) auf der EP befinden werden. Ob die einen stärkeren Kaufanreiz hinterlassen als das bisher Gehörte entzieht sich aber leider meiner Kenntnis.

Die Original-Version von Augen auf! wird aber sicherlich auch auf dem Album zu finden sein. Bei diesem Stück haben die drei Jungs versucht, den brachialen Charme ihrer alten Veröffentlichungen in ein etwas moderneres und deutlich straighteres Gewand zu gießen. Vor allem der Refrain und der Kinderreim sind sehr eingängig ausgefallen. Trotzdem denke ich, dass durch diesen stilistischen Schritt eine fast schon fatale Nähe zu einer anderen deutschen Band (die aus Berlin mit dem rollenden "R") entsteht, die man früher immer, übrigens zu recht, abgestritten hat. Das Album wird zeigen müssen, ob es sich dabei um eine generelle Entwicklung handelt oder man nur relativ clever die entsprechende Zielgruppe ins Visier genommen hat. Allerdings klingt die ganze Chose immer noch unüberhörbar nach OOMPH!, und die Ausflüge in etwas ruhigere Regionen, wie auf den beiden letzten CDs, scheinen beendet zu sein.

Der Text klingt so, als käme er direkt aus Deros Reimschatulle und bietet somit alle seine Lieblingsredewendungen in den bekannten Betonungen, so dass man bereits während des ersten Durchlaufs mit dem Mitsummen und -singen beginnen kann. Naja... Den Remix hingegen finde ich eher überflüssig; die eingestreuten 80er Jahre-Synthiepop-Elemente passen nicht zur Atmosphäre des Songs und die Gitarren wurden gleich ganz rausgenommen, wodurch der sonst immer so reizvolle Kontrast zwischen der vollen Power-Chords-Breitseite und dem elektronischen Fundament natürlich fehlt. Ist vielleicht Geschmackssache, aber mein Ding ist das nicht.