ONE EYE SHUT – Turds In A Punch Bowl

 
Label: Vallankumoustuotanto
Release: 17.03.2007
Von: Dajana
Punkte: -/-
Time: 54:48
Stil: Southern Rock/Metal
URL: One Eye Shut
 
Wie geil ist das denn??? Promo landet auf dem Tisch, mal gleich bei MySpace gesurft und die Lauscherchen reingesteckt... und von Everything Must Die komplett weggeblasen. Was für ein grandioser Song! Ein markantes Riff, dreckig runtergerotzt, mit einer kräftigen Portion Southern Rawwwk drin, wechselweiser Gesang, einmal kantig und rau, das andere Mal melancholisch clean, verbreiten unglaubliche Vibes: Wüstenfeeling, Partyhunger, Rock’n’Roll. Dieser Song tritt Arsch und macht Laune. Ein absoluter Ohrwurm! Einmal gehört, wird man den nie wieder los.
Das aus Helsinki stammende Finnische Trio ONE EYE SHUT wurde 2003 gegründet und veröffentlicht nach einem Promo und zwei Singles nun die erste Langrille, weil „singles suck and full-lenght albums rule“ Recht haben sie!
Tatsächlich ist Turds In A Punchbowl (hehe...was für ein Titel) eine Werkschau des bisherigen Schaffens von ONE EYE SHUT und enthält alle bisher komponierten Songs, angefangen vom Promo 2004 (Tonight, Reflection, Yearning) der Last In Line Single (Last In Line, Crash’N’Burn) und der Days In The Sun Single (Days In The Sun, Yearning, World Behind). Dazu gibt es zwei brandneue Songs, nämlich jenes Everything Must Die und Please Let Go, und die gleich am Anfang.
Der Nachteil an dieser Geschichte ist, das alle nachfolgenden Songs ziemlich blass gegen diesen Einen aussehen, obwohl sie stilistisch natürlich in dieselbe Kerbe schlagen und kein bisschen schlechter rocken. Toller Wüstenrock eben, eine Melange aus Stonerrock, Doom und dezenten Psychedelic-Anleihen. Please Let Go und Days In The Sun folgen noch quasi dichtauf und beweisen, das ONE EYE SHUT auf dem richtigen Weg sind, aber der Rest sind halt nicht solche Überflieger. Und natürlich gibt es auch ein Gefälle von neu nach alt, bzw. eine Steigerung von alt nach neu, man entwickelt sich ja schließlich weiter.
Am Schluss von Turds In A Punchbowl gibt es noch ein paar versteckte Livetracks, die allerdings nicht wirklich nötig gewesen wären.

Also Jungs, Everything Must Die ist jetzt das Mindestmaß der Dinge. Dann mal ran an ein echtes Album, das durchweg diesen Song toppt und ich lieg euch zu Füßen ;)