Griechenland
kannte ich bisher als Heimat von Black / Death und Gothic Metal
Bands, umso überraschter war ich dann von dem bereits FÜNFTEN
Album der aus OLETHROS und RIGMA hervorgegangenen Band.
Tatsächlich
fängt auch da erste Stück wie ein Uptempo Gothic-Metal
Opener an, in dem sich allerdings irritierende Samples wie aus
einem Vietnam Film wiederfinden.
Ansonsten regiert sehr old-schooliger Midtempo-Hardcore Punk,
leicht crustig, sehr metallisch und mit gelegentlichen Keyboardsounds
aufgelockert. Den !griechischen! Gesang teilen sich eine sehr
punkig singende Frau und eher grunzend / brüllende Herren.
Geschwindigkeitsmäßig wird hohe Abwechslung gefahren
und ab und zu schleichen sich mal leicht folkige Melodien in
das GitarrenBRETT.
Ungewöhnlich für diesen Sound die doch recht langen
Stücke, was aber nicht weiter negativ auffällt.
Textlich soll das ganze sehr politisch rüberkommen, kann
ich allerdings durch fehlende Griechisch-Kenntnisse nicht bestätigen.
Von der Atmosphäre her jedoch passt das wie die Faust aufs
Auge. Ziemlich wütend vorgetragen, das Ganze.
Sehr abwechslungsreich,
sehr originell, nicht unbedingt eingängig. Ein Vergleich
fehlt mir jetzt gerade. Vielleicht wie der Crustcorige Bay Area
Thrash aus den 80ern.
Erinnert mich, allerdings nur durch den fremd-wirkenden Gesang
an alte italienische HC-Combos wie KinA oder Negazione.