ODYSSEA
ist das Projekt von Labyrinth Gitarist Pier Gonella. Was eigentlich
ein Speed Metal Album werden sollte, um sich selbst und seine
Fähigkeiten auszuleben und den Vorbildern Satriani und
Malmsteen zu huldigen, ist ein melodisches Power Metal Album
geworden, das irgendwie zwischen zig anderen Projekten, Bands
und Touren aller Beteiligten entstanden ist. Flood
In Tears wirkt deshalb zerfahren, unkonzentriert
und schafft es kaum, die musikalische Leidenschaft eines Pier
Gonella rüberzubringen. Tears In Floods
mutiert daher zu einem unausgegorenen Egotrip, dessen Hauptakteur
zwar ein begnadeter Gitarist sein mag, aber durchdachtes Songwriting,
Arrangements und das gewissen Etwas vermissen lässt.
Die Gitarre steht natürlich dominierend im Vordergrund,
furchtbare, überdrehte Solos in jedem Song, die den Rest
der Musik zum Ufta-Sound verkommen lässt. Es passiert relativ
selten, das die Rhythmus-Fraktion mit groovigen Riffs wie bei
Falling Star zu ehren kommt. Die Gitarrenläufe
sind trotzdem schnell und mit allerlei Gefrickel durchsetzt.
Nur die Ballade Try Again bringt ein wenig Ruhe.
Die Keyboards gehen furchtbar auf die Nerven, wirken mit den
teils spacigen Sounds deplaziert. Der Gesang kommt von Carlo
Faraci, plus Gastgesang von Labyrinth Sänger Rob Tiranti
und Shadows Of Steel Sänger Wild Steel und bewegt sich
in normalen cleanen Power Metal Gefilden.
Bitte das Gitarrengewichse zu Hause, in den eigenen 4 Wänden!