Dass
Metalbands immer wieder ihrer nordischen, oder im Falle inländischer
Formationen bevorzugt der thüringischen, Heimat und Natur
mit ihrer Musik und ihren Texten huldigen, ist man ja gewohnt.
Dass aber mit OBSCURITY eine Formation aus
Velbert Gleiches tut, macht einen im ersten Moment stutzig,
denn dass das Bergische Land besungen wird, ist man nun wahrlich
nicht gewohnt. Aber für ihre in Punkto Heidenmetal eher
unbekannte regionale Herkunft kann das Quintett ja mal nichts.
Also mal schauen, wie sie sich mit ihrem dritten Album Schlachten
Und Legenden gegen die Konkurrenz behaupten.
OBSCURITY bringen eine kraftvolle und gut produzierte
Mischung aus Viking, Pagan- und Black Metal aufs Tapet, bei
der allerdings hin und wieder der ansonsten gut in Szene gesetzte
Sänger Nezrac ein wenig zu sehr im Vordergrund steht. Die
Songs selber sind allesamt im Uptempo-Sektor angesiedelt, und
orientieren sich deutlich, in einem Fall leider zu deutlich,
an bekannten nordischen Vorbildern. So lassen sich beispielsweise
mit Die Letzte Schlacht Reminiszenzen an Naglfar und
mit Bergische Löwen an Amon Amarth recht klar
erkennen, was nicht immer hochgradig eigenständig wirkt.
Aber das muss ja auch nicht permanent sein, ich verstehe es
mal als Tribut an genannte Bands, der sich zudem auch wirklich
gut anhört. In Legenden hat man es aber mit den
Anleihen meiner Meinung nach etwas übertrieben, denn da
hat man sich offenkundig recht freizügig bei Dissections
The Somberlain bedient, und den Eindruck, dass OBSCURITY
das nötig haben, hatte ich an sich nicht.
In jedem Fall denke ich, dass, wer auf sauber gespielten melodischen
Metal der härteren Gangart steht, hier durchaus mal ein
oder auch mehrere Ohren riskieren darf! Und das egal ob er nun
Viking, Pagan oder Black Metal bevorzugt.
Einen Bericht zum Release Gig von Schlachten Und
Legenden gibt es übrigens hier.
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