OBSCENITY – Where Sinners Bleed

 
Label: Armageddon Music
Release: 09.06.2006
Von: Dusk
Punkte: 8/10
Time: 52:13
Stil: Death Metal
URL: Obscenity
 
Na das ist ein deftiges Stück Death Metal, das die Herren von OBSCENITY mit Where Sinners Bleed abliefern. Gleich der erste Song Obsessed With Slavery zeigt, wo die Stärken liegen: im Groove und in den Vocals, die mich hier deshalb so faszinieren, weil damit ebenfalls Rhythmus erzeugt wird, sozusagen die dritte (bzw. vierte) Rhythmuskomponente.
Die Again legt mit Hagel und Donner zugleich los, behält das Tempo im Großen und Ganzen bei, lädt im Mittelstück wieder zum gepflegten Headbangen ein und siehe da: das atonale, schräge Mini-Gitarrensolo schallt mir schon entgegen. Ich liebe es! Will nochmal sterben!
Mutate To Scourge – Infecdead ist wieder ein absolut rhythmusbetonter Kracher und trägt als Variation ein paar feine Breaks in sich, die dem Ganzen ein verdammt knackiges Klangbild verleihen. Incomplete ist das genialste Stück auf Where Sinners Bleed, denn es beinhaltet alles was mein ausgehungertes Herz begehrt: abwechselnd groovige Teile mit Suchtfaktor, Raserei, das kleine atonale Solo, gute Übergänge und mächtig Druck machende Vocals. Out Of The Tombs besteht aus einer interessanten Mischung aus wütendem Death Metal und stellenweise eingebauten versetzt laufenden rhythmischen Mustern (Gitarre, Vocals), die man genau heraus hört.
So läuft Where Sinners Bleed bis zum Ende durch und dann noch mal, und noch mal... es macht einfach Freude, das Album mehrmals vom Anfang bis zum Ende durch zu hören!
The Bullet That Kills hat sogar Mitgröl-Faktor höchster Alarmstufe. Zwar tarnt es sich die ersten paar Takte lang aber sobald die Kennmelodie auf der Gitarre läuft, ist alles klar. Ab dem Zeitpunkt wo der Refrain einsetzt gibt's sowieso kein Stillhalten mehr – entweder man bangt mit oder grölt mit. Oder beides.