Na
das ist ein deftiges Stück Death Metal, das die Herren
von OBSCENITY mit Where Sinners
Bleed abliefern. Gleich der erste Song Obsessed
With Slavery zeigt, wo die Stärken liegen: im Groove
und in den Vocals, die mich hier deshalb so faszinieren, weil
damit ebenfalls Rhythmus erzeugt wird, sozusagen die dritte
(bzw. vierte) Rhythmuskomponente.
Die Again legt mit Hagel und Donner zugleich los, behält
das Tempo im Großen und Ganzen bei, lädt im Mittelstück
wieder zum gepflegten Headbangen ein und siehe da: das atonale,
schräge Mini-Gitarrensolo schallt mir schon entgegen. Ich
liebe es! Will nochmal sterben!
Mutate To Scourge – Infecdead ist wieder ein
absolut rhythmusbetonter Kracher und trägt als Variation
ein paar feine Breaks in sich, die dem Ganzen ein verdammt knackiges
Klangbild verleihen. Incomplete ist das genialste Stück
auf Where Sinners Bleed, denn es beinhaltet
alles was mein ausgehungertes Herz begehrt: abwechselnd groovige
Teile mit Suchtfaktor, Raserei, das kleine atonale Solo, gute
Übergänge und mächtig Druck machende Vocals.
Out Of The Tombs besteht aus einer interessanten Mischung
aus wütendem Death Metal und stellenweise eingebauten versetzt
laufenden rhythmischen Mustern (Gitarre, Vocals), die man genau
heraus hört.
So läuft Where Sinners Bleed
bis zum Ende durch und dann noch mal, und noch mal... es macht
einfach Freude, das Album mehrmals vom Anfang bis zum Ende durch
zu hören!
The Bullet That Kills hat sogar Mitgröl-Faktor
höchster Alarmstufe. Zwar tarnt es sich die ersten paar
Takte lang aber sobald die Kennmelodie auf der Gitarre läuft,
ist alles klar. Ab dem Zeitpunkt wo der Refrain einsetzt gibt's
sowieso kein Stillhalten mehr – entweder man bangt mit
oder grölt mit. Oder beides.