Ein
neues Album der russischen Viking-Metal-Band stellt The
Last Son Of The Fjord nicht dar, handelt es sich
doch um eine Wiederveröffentlichung des gutklassigen Erststreiches.
Damals, im Jahre 2000, gab es jene Gruppen, die epischen Wikingerstahl
gossen, noch nicht wie Sand am Meer - und unter diesen Umständen
muss man auch The Last Son Of The Fjord sehen.
Ein wenig Nostalgie ist also schon dabei, doch diesen Bonus
braucht das Quartett rund um Sänger/Gitarrist Sigurd gar
nicht, denn die epischen Lieder sind allesamt mit hervorragenden
Melodien gesegnet. Vom Tempo her gehen die Jungs eher gemächlich
vor – die Bezeichnung „getragen“ trifft die
gebotene Musik wohl am besten. Interessant klingt sicherlich
der nette Akzent von Sigurd, der die Band noch sympathischer
macht. Sein Organ setzt der Sänger durchwegs heldenhaft-majestätisch
ein; dabei gibt es keine Ausflüge in allzu fröhliche
Humppa-Gefilde, was ja genügend andere Bands schon fabrizieren.
Auch die rein instrumentalen Stücke, zwei an der Zahl und
an fünfter bzw. letzter Stelle platziert, passen sehr gut
ins Bild und machen The Last Son Of The Fjord
zu einem homogenen Gesamtwerk, das mit gleich bleibender Qualität
eher punktet als mit „Single-Hits“, die mit schwächeren
Nummern zum Füllen „angereichert“ werden. Aber
auch in den übrigen Liedern kommt nicht sehr viel Gesang
vor und längere Instrumentalpassagen prägen die Soundlandschaft.
Aber warum wird das Album überhaupt nochmals auf die Viking-Metal-Welt
losgelassen? Ja, genau, es gibt zusätzliches Material zu
hören bzw. zu bestaunen…da ich die Band beim Ragnarök
Festival auf der Bühne erlebt habe, ist ein Konzert am
heimischen Bildschirm eine feine Sache. Und genauso wie damals,
merkt man der Band die Spielfreude im Arktika Club in St.Petersburg
an und die Musiker grinsen um die Wette, wenn sie nicht gerade
ihre Matten kreisen lassen. Der Schwerpunkt der Songs liegt
auf Songs des 2005er Albums Hammerfrost,
auch 2 neue Lieder, nämlich Mjolnir und Raven
Flight befinden sich auf der Setlist. Auch ich habe meinen
Spaß an diesem Konzert und so macht diese Wiederveröffentlichung
wirklich Sinn.