NODE - Das Kapital
 
Label: Scarlet Records
Release: 03.2004
Von: Xaphir
Punkte: 8
Time: 51:52
Stil: Melodischer Deathmetal
URL: Node
 
Die Italiener von NODE haben mit ihrer meines Wissens nach fünften Veröffentlichung ein mehr als beachtliches Werk geschaffen. Dieses mit Das Kapital titulierte Konzeptalbum beschäftigt sich mit den Kriegen und Konflikten im 20. Jahrhundert und kann den Hörer durch den gekonnten Einsatz verschiedener Stile des Metal durchaus beeindrucken. Typische Elemente des Deathmetal haben hier zusammen mit Teilen des traditionellen Metal Einzug genommen und sind kombiniert mit melodiösen Parts, die mich von Zeit zu Zeit an Soilwork erinnern. Freunde des Schwedenmetal hätten also auch nicht schlecht daran getan, hier einmal ein Ohr zu riskieren. Was mir beim ersten Mal hören sofort aufgefallen ist, war das auf Das Kapital hauptsächlich vorkommende Geschrei, das mich sehr an die typische Stimme von Death-Frontmann Chuck Schuldiner erinnert und in dieser Weise absolut zum restlichen Sound passt. Komplettiert werden die Vocals noch von einem rauen cleanen Gesang. Die Gitarrenarbeit ist auf dem gesamten Album sehr komplex gestaltet und die Melodien sind teilweise so eingängig, dass sie bei mir bereits nach dem ersten Mal Hören einen Ohrwurm hinterlassen haben. Drummerneuzugang Marco di Salvia zeigt auf Das Kapital sein ganzes Können und seine absolute Klasse als Schlagzeuger, da das Drumming auf der ganzen CD nie langweilig oder monoton wirkt und sehr viel zur Abwechslung des Albums beiträgt. Was die Technik angeht sind die Leute aus dem Spaghettiland alle absolut auf Zack und auch das Songwriting selber lässt hier wenn überhaupt nur wenige Wünsche offen. Dynamik und Abwechslung werden hier absolut hochgeschrieben was sich durch das häufige Wechseln zwischen Hochgeschwindigkeitsparts und groovigen, fast rockig klingenden Teilen zeigt. Außerdem gibt’s auf dieser Scheibe noch eine Coverversion von Queensryche’s Empire, welches auf diese Weise umgesetzt sehr gut in den Gesamtsound von Das Kapital passt. Was ich jedoch nicht gebraucht hätte, ist ein Sample von Göbbels` Aussage "Wollt ihr den totalen Krieg?", mit welchem der Titeltrack der CD eingeleitet wird. Davon aber abgesehen ein mehr als gelungenes Album!