Die
Italiener von NODE haben mit ihrer meines Wissens
nach fünften Veröffentlichung ein mehr als beachtliches
Werk geschaffen. Dieses mit Das Kapital
titulierte Konzeptalbum beschäftigt sich mit den Kriegen
und Konflikten im 20. Jahrhundert und kann den Hörer durch
den gekonnten Einsatz verschiedener Stile des Metal durchaus beeindrucken.
Typische Elemente des Deathmetal haben hier zusammen mit Teilen
des traditionellen Metal Einzug genommen und sind kombiniert mit
melodiösen Parts, die mich von Zeit zu Zeit an Soilwork erinnern.
Freunde des Schwedenmetal hätten also auch nicht schlecht
daran getan, hier einmal ein Ohr zu riskieren. Was mir beim ersten
Mal hören sofort aufgefallen ist, war das auf Das
Kapital hauptsächlich vorkommende Geschrei,
das mich sehr an die typische Stimme von Death-Frontmann Chuck
Schuldiner erinnert und in dieser Weise absolut zum restlichen
Sound passt. Komplettiert werden die Vocals noch von einem rauen
cleanen Gesang. Die Gitarrenarbeit ist auf dem gesamten Album
sehr komplex gestaltet und die Melodien sind teilweise so eingängig,
dass sie bei mir bereits nach dem ersten Mal Hören einen
Ohrwurm hinterlassen haben. Drummerneuzugang Marco di Salvia zeigt
auf Das Kapital sein ganzes Können
und seine absolute Klasse als Schlagzeuger, da das Drumming auf
der ganzen CD nie langweilig oder monoton wirkt und sehr viel
zur Abwechslung des Albums beiträgt. Was die Technik angeht
sind die Leute aus dem Spaghettiland alle absolut auf Zack und
auch das Songwriting selber lässt hier wenn überhaupt
nur wenige Wünsche offen. Dynamik und Abwechslung werden
hier absolut hochgeschrieben was sich durch das häufige Wechseln
zwischen Hochgeschwindigkeitsparts und groovigen, fast rockig
klingenden Teilen zeigt. Außerdem gibt’s auf dieser
Scheibe noch eine Coverversion von Queensryche’s Empire,
welches auf diese Weise umgesetzt sehr gut in den Gesamtsound
von Das Kapital passt. Was ich jedoch
nicht gebraucht hätte, ist ein Sample von Göbbels` Aussage
"Wollt ihr den totalen Krieg?", mit welchem der Titeltrack
der CD eingeleitet wird. Davon aber abgesehen ein mehr als gelungenes
Album! |