Eigentlich
gibt es zu diesem Kracher-Album nicht viel zu sagen, außer
dass es sich hierbei um ein wahres Muss für leidenschaftliche
Thrash Metal-Anhänger handelt. Über eine halbe Stunde
lang wird auf Arrival Of The Carnivore ein
unglaubliches Höllenfeuer entfacht, welches von deutschen
80er Jahre Vorbildern wie Kreator oder Destruction nicht brachialer
hätte erschaffen werden können. Diese übergeschnappte
Dämonenbande demonstriert auf blasphemische Art und Weise,
dass es auch im Zeitalter des Metalcore und Neo-Thrash noch
möglich ist, ein derartig gepfeffertes Old-School-Teil
auf den Markt zu schmeißen. Nackenbrecherstücke wie
Temples Of Sin, Preventive War und Nuclear
Strike zeugen von phänomenaler Intensität und
Spielgewandtheit wie sie heutzutage in diesem Bereich nur mehr
ganz selten zu finden ist. Auch wenn es den Songstrukturen vielleicht
ein wenig an Eigenständigkeit und technischer Raffinesse
mangelt, wissen Mayhem, Avenger, Vomitor und Hellbastard mit
Old-school Thrash typischen Riffs und dynamischer Rhythmik zu
motivieren und besonders fanatischen Fans des Genres Freude
zu bereiten.
„This album will hit you like a Razor!“ –
so lautet der aussagekräftige Werbeslogan des Albums, mit
dem diese nächtliche Schlachteinheit aus dem Ruhrpott den
Mund tatsächlich nicht zu voll nimmt. Denn NOCTURNAL
beweisen mit Arrival Of The Carnivore,
das es etwas noch Schärferes als eine Klinge gibt und zwar
stilgerechten Thrash Metal, der sich unausweichlich durch sämtliche
Gehörgänge metzelt. Alle Kuttenträger und satanisch
angehauchten Leder-Nieten-Patronen-Klischee-Freunde, die am
liebsten permanent die glorreiche Ära von Destruction,
Living Death, Exhumer, Sodom, Kreator und Pestilence Revue passieren
lassen würden, werden wohl um diese Scheibe nicht herum
kommen. Exzellenter kann dementsprechende Killer-Mucke nicht
fabriziert werden. Es lebe „Unholy Thrash Metal“!