NOCTURNAL – Arrival Of The Carnivore

 
Label: From Beyond Productions
Release: 13.12.2004
Von: Eligos
Punkte: 8/10
Time: 33:08
Stil: Unholy Thrash Metal
URL: Nocturnal
 

Eigentlich gibt es zu diesem Kracher-Album nicht viel zu sagen, außer dass es sich hierbei um ein wahres Muss für leidenschaftliche Thrash Metal-Anhänger handelt. Über eine halbe Stunde lang wird auf Arrival Of The Carnivore ein unglaubliches Höllenfeuer entfacht, welches von deutschen 80er Jahre Vorbildern wie Kreator oder Destruction nicht brachialer hätte erschaffen werden können. Diese übergeschnappte Dämonenbande demonstriert auf blasphemische Art und Weise, dass es auch im Zeitalter des Metalcore und Neo-Thrash noch möglich ist, ein derartig gepfeffertes Old-School-Teil auf den Markt zu schmeißen. Nackenbrecherstücke wie Temples Of Sin, Preventive War und Nuclear Strike zeugen von phänomenaler Intensität und Spielgewandtheit wie sie heutzutage in diesem Bereich nur mehr ganz selten zu finden ist. Auch wenn es den Songstrukturen vielleicht ein wenig an Eigenständigkeit und technischer Raffinesse mangelt, wissen Mayhem, Avenger, Vomitor und Hellbastard mit Old-school Thrash typischen Riffs und dynamischer Rhythmik zu motivieren und besonders fanatischen Fans des Genres Freude zu bereiten.
„This album will hit you like a Razor!“ – so lautet der aussagekräftige Werbeslogan des Albums, mit dem diese nächtliche Schlachteinheit aus dem Ruhrpott den Mund tatsächlich nicht zu voll nimmt. Denn NOCTURNAL beweisen mit Arrival Of The Carnivore, das es etwas noch Schärferes als eine Klinge gibt und zwar stilgerechten Thrash Metal, der sich unausweichlich durch sämtliche Gehörgänge metzelt. Alle Kuttenträger und satanisch angehauchten Leder-Nieten-Patronen-Klischee-Freunde, die am liebsten permanent die glorreiche Ära von Destruction, Living Death, Exhumer, Sodom, Kreator und Pestilence Revue passieren lassen würden, werden wohl um diese Scheibe nicht herum kommen. Exzellenter kann dementsprechende Killer-Mucke nicht fabriziert werden. Es lebe „Unholy Thrash Metal“!