NEVER COMES SILENCE – Red Ocean
Eigenproduktion
Release: April 2002
Von: Calani
Punkte: 6,5
 

Als ich Red Ocean zum erstenmal in den CD Player warf, war ich zunächst schon allein vom Intro Silent fasziniert und tief berührt. Musik, die einfach nur die richtigen Saiten in mir zum klingen brachte. Tristania kamen mir in den Sinn, und The Sins Of Thy Beloved und Saturnus und später bei den akustischen Gitarrenparts Agalloch. Die melancholischen Gitarren Leads, Geigen und akustische Gitarren... genau das Richtige in den bereits kühler werdenden Nächten. Danach eine elegante Überleitung zu Raven, wo das Thema des Intros noch einmal aufgenommen wird. Dann setzt der Gesang von Sängerin Tanja ein, mit Unterstützung von Tom. Das klassische Duo also. Toms beinahe Growls sind ok, allerdings nix besonderes. Mit Tanjas Stimme tu ich mich ehrlich gesagt ziemlich schwer. Sie bewegt sich in zwei Bereichen: auf dem Elfengesang-Level und in normal-sterblichen Bereichen. Wenn sie „normal“ singt, klingt das einfach nur fürchterlich, als könnte sie keinen Ton treffen. Bereits Raven bekommt diesen disharmonischen Touch verpasst und ruiniert die Musik. Wenn sie allerdings wie bei Flying in Sprechgesang verfällt, wirkt ihre Stimme schon wieder ganz anders. Titeltrack Red Ocean oder My Spirit hingegen gefällt mir auch mit Gesang außerordentlich gut (da bewegt sie sich irgendwo zwischen den Bereichen). Stargazing und ganz besonders Metalheart geht gar nicht!

Fazit: Wunderschöne melancholische Musik mit Geige und manchmal auch Flötentönen, sowie vielen akustische Passagen, in die man sich endlos fallen lassen kann. Nur der Gesang ... da muss was getan werden! Ohne Gesang würde ich glatte 8 Punkte geben, so gibt’s nur 6,5.

Never Comes Silence