| Als
ich Red Ocean zum erstenmal in den CD
Player warf, war ich zunächst schon allein vom Intro Silent
fasziniert und tief berührt. Musik, die einfach nur die richtigen
Saiten in mir zum klingen brachte. Tristania kamen mir in den
Sinn, und The Sins Of Thy Beloved und Saturnus und später
bei den akustischen Gitarrenparts Agalloch. Die melancholischen
Gitarren Leads, Geigen und akustische Gitarren... genau das Richtige
in den bereits kühler werdenden Nächten. Danach eine
elegante Überleitung zu Raven, wo das Thema des
Intros noch einmal aufgenommen wird. Dann setzt der Gesang von
Sängerin Tanja ein, mit Unterstützung von Tom. Das klassische
Duo also. Toms beinahe Growls sind ok, allerdings nix besonderes.
Mit Tanjas Stimme tu ich mich ehrlich gesagt ziemlich schwer.
Sie bewegt sich in zwei Bereichen: auf dem Elfengesang-Level und
in normal-sterblichen Bereichen. Wenn sie „normal“
singt, klingt das einfach nur fürchterlich, als könnte
sie keinen Ton treffen. Bereits Raven bekommt diesen
disharmonischen Touch verpasst und ruiniert die Musik. Wenn sie
allerdings wie bei Flying in Sprechgesang verfällt,
wirkt ihre Stimme schon wieder ganz anders. Titeltrack Red
Ocean oder My Spirit hingegen gefällt mir auch
mit Gesang außerordentlich gut (da bewegt sie sich irgendwo
zwischen den Bereichen). Stargazing und ganz besonders
Metalheart geht gar nicht!
Fazit: Wunderschöne melancholische Musik mit Geige und manchmal
auch Flötentönen, sowie vielen akustische Passagen,
in die man sich endlos fallen lassen kann. Nur der Gesang ...
da muss was getan werden! Ohne Gesang würde ich glatte 8
Punkte geben, so gibt’s nur 6,5.
Never
Comes Silence |