NECROTORTURE – Blood Feast

 
Label: Extreme Underground
Release: 30.04.2006
Von: the.wangacopta
Punkte: 7/10
Time: 16:25
Stil: Brutal Death Grind
URL: Necrotorture
 
Oberste Prämisse von NECROTORTURE dürfte wohl gewesen sein, sämtlichen Splatter-Alben der Welt den Garaus zu machen. Das Cover zeigt die kleine (nicht mehr) heile Welt eines Sickos bei seiner ganz persönlichen Geburtstagsparty. Strange… und doch lädt das Bild zum näheren Betrachten ein ;-) Bei den Songtiteln geht’s gleich weiter: Mit verbalen Ergüssen der Marke Anal Torture, Re-Exploring Ways Of Flesh, Pleasures Of The Morribund und Death Feast wird hier fröhlich weitergesplattert. Da ist es schon fast klar dass jeder Song durch ein FSK 18 oder strafrechtlich unbedenkliches Hörspiel eingeleitet wird. Die Texte auseinanderzufleddern spare ich mir an dieser Stelle, da wird wahrscheinlich Lucio Fulci seinen verblichenen Finger im Spiel haben ;) Da nehme ich mir doch lieber die musikalische Exzesse der Italiener vor! Blood Feast zieht auch hier die Gore-Grind-Death Linie voll und ganz durch. Da wird munter drauflos geballert, gegrindet und in ordentlicher Manier extremer Death Metal praktiziert. Auch wenn die Songstrukturen technisch nicht so ausgereift und einfacher gehalten sind - NECROTORTURE spießen mit Blood Feast sicherlich die Herzen von Fans der Marke Disgorge, Devourment oder Suffocation auf. Bedenklich finde ich allerdings die Harmonizer auf den Vocals. Die sind teilweise doch sehr abgefahren und haben mit der wirklichen stimmlichen Vertonung nicht mehr viel am Hut. Vielmehr erinnern diese an Beaker von der Muppet Show der zu viel Gore-Suppe gegurgelt hat. Bei der Napalm Death Granate Scum als fünften Song hat der eingestreute stimmliche Irrlauf nicht viel verloren. Als Bonus Track (auf einer MCD!) gibt’s noch den Cicala Grind, der Blood Feast als gelungenes Debüt der Italiener versöhnlich abgrindet.