Oberste
Prämisse von NECROTORTURE dürfte
wohl gewesen sein, sämtlichen Splatter-Alben der Welt den
Garaus zu machen. Das Cover zeigt die kleine (nicht mehr) heile
Welt eines Sickos bei seiner ganz persönlichen Geburtstagsparty.
Strange… und doch lädt das Bild zum näheren
Betrachten ein ;-) Bei den Songtiteln geht’s gleich weiter:
Mit verbalen Ergüssen der Marke Anal Torture, Re-Exploring
Ways Of Flesh, Pleasures Of The Morribund und Death
Feast wird hier fröhlich weitergesplattert. Da ist
es schon fast klar dass jeder Song durch ein FSK 18 oder strafrechtlich
unbedenkliches Hörspiel eingeleitet wird. Die Texte auseinanderzufleddern
spare ich mir an dieser Stelle, da wird wahrscheinlich Lucio
Fulci seinen verblichenen Finger im Spiel haben ;) Da nehme
ich mir doch lieber die musikalische Exzesse der Italiener vor!
Blood Feast zieht auch hier die Gore-Grind-Death
Linie voll und ganz durch. Da wird munter drauflos geballert,
gegrindet und in ordentlicher Manier extremer Death Metal praktiziert.
Auch wenn die Songstrukturen technisch nicht so ausgereift und
einfacher gehalten sind - NECROTORTURE spießen
mit Blood Feast sicherlich die Herzen
von Fans der Marke Disgorge, Devourment oder Suffocation auf.
Bedenklich finde ich allerdings die Harmonizer auf den Vocals.
Die sind teilweise doch sehr abgefahren und haben mit der wirklichen
stimmlichen Vertonung nicht mehr viel am Hut. Vielmehr erinnern
diese an Beaker von der Muppet Show der zu viel Gore-Suppe gegurgelt
hat. Bei der Napalm Death Granate Scum als fünften
Song hat der eingestreute stimmliche Irrlauf nicht viel verloren.
Als Bonus Track (auf einer MCD!) gibt’s noch den Cicala
Grind, der Blood Feast als gelungenes
Debüt der Italiener versöhnlich abgrindet.