Es
gibt Bands, die trachten ewig nach Weiterentwicklung, brüten
über diversen Soundexperimenten, Imagewechseln, Modernisierungen,
etc.. Und es gibt Bands, die wissen was sie können und deshalb
- getreu dem Motto "Schuster bleib bei deinen Leisten" - immer
wieder qualitativ hochwertige Arbeit auf ihrem Gebiet abliefern.
Zu diesen Bands darf man zweifelsfrei das britische Todesblei-Urgestein
NAPALM DEATH zählen. Seit Jahren liefern sie beständig
gute Platten ab und sind auch live ein Garant für gute Laune.
Mit Order of the Leech bleiben ND ihrer
Linie treu und zeigen, daß sie auch nach all den Jahren des
Schaffens noch lange nicht zum alten Eisen gehören - ganz im
Gegenteil! Order of the Leech klingt genauso frisch
und wütend, als ob hier eine junge, hungrige Band im Studio
stehen würde, die eben ihr erstes Album einprügelt und sich
diversen aufgestauten Frust von der Seele brennt. Die Band besitzt
ohne Zweifel die nötige Credibility, die so manchem Act mit
der Zeit verloren geht. Anzumerken ist, daß die Band anno 2002
einen Zacken an Härte zugelegt hat. Außerdem haben die Mannen
um Shouter Barney den Grind-Anteil in ihrem Sound erhöht, was
wie eine Art Frischzellenkur wirkt und den lebendigen Eindruck,
den das mittlerweile zehnte Studioalbum der Briten beim Hören
hinterlässt, noch verstärkt. Zusammenfassend kann man sagen,
daß Order of the Leech ein geiles Metal-Album
mit Ecken und Kanten ist, das jeder Freund extremer Klänge bedenkenlos
in seine Sammlung aufnehmen kann.