Genau
ein Jahr nach dem ersten Teil der Nordwest Trilogie Totem
One, veröffentlichen MASTER MUSICIANS OF BUKKAKE
nun den mittleren Part. Anders als beim Vorgänger bleibt
Totem Two jedoch rein instrumental.
Die dronigen Gitarren sind eher marginal, stattdessen dominieren
die verschiedensten Instrumente wie Glocken, Flöten, Rasseln,
Becken, Blas- und Schlaginstrumente, welche beim knapp 12 minütigen
Opener Bardo Chonyid/Master Of All Visible Shapes zu
einem unglaublichen, hypnotisierenden Klangteppich anschwellen.
Immer, wenn sich ein Höhepunkt nähert, erwartet man
eine Entladung in tribal-artigen Rhythmen wie zum Beispiel bei
Shism/Prism auf dem Vorgänger, aber es passiert
nichts. Stattdessen baut sich die Spannung ganz gemächlich
wieder ab und man fühlt sich irgendwie um den Höhepunkt
betrogen. Perde Kaldirma schließt sehr folkloristisch
auf und man fühlt sich in die Hochebenen von Nord-, Mittel-
oder Südamerika versetzt und damit wahlweise zu den Indianern,
Azteken oder Inkas. Beim folgenden Heresy Of Origen wiederum
dominieren Orgeln, Bläser und Geigen, die dem Song eine
sehr morbide Stimmung verleihen. Totem Two schließt
nach kurzem Zwischenspiel mit Patmos, bei dem es wieder
hintergründige Chöre gibt, die dem Album so was wie
einen friedlichen Abschluss geben, auch wenn es in der Mitte
des Songs noch einmal einen disharmonischen Break gibt.
Stellt sich die Frage, ist Totem Two die Ruhe
nach dem Sturm oder vor dem Sturm? Und was erwartet uns auf
Totem Three?