MASTER MUSICIANS OF BUKKAKE – Totem Two

 
Label: Important Records
Release: 25.05.2010
Von: Dajana
Punkte: 8/10
Time: 41:26
Stil: Experimental
URL: Master Musicians Of Bukkake
 
Genau ein Jahr nach dem ersten Teil der Nordwest Trilogie Totem One, veröffentlichen MASTER MUSICIANS OF BUKKAKE nun den mittleren Part. Anders als beim Vorgänger bleibt Totem Two jedoch rein instrumental.
Die dronigen Gitarren sind eher marginal, stattdessen dominieren die verschiedensten Instrumente wie Glocken, Flöten, Rasseln, Becken, Blas- und Schlaginstrumente, welche beim knapp 12 minütigen Opener Bardo Chonyid/Master Of All Visible Shapes zu einem unglaublichen, hypnotisierenden Klangteppich anschwellen. Immer, wenn sich ein Höhepunkt nähert, erwartet man eine Entladung in tribal-artigen Rhythmen wie zum Beispiel bei Shism/Prism auf dem Vorgänger, aber es passiert nichts. Stattdessen baut sich die Spannung ganz gemächlich wieder ab und man fühlt sich irgendwie um den Höhepunkt betrogen. Perde Kaldirma schließt sehr folkloristisch auf und man fühlt sich in die Hochebenen von Nord-, Mittel- oder Südamerika versetzt und damit wahlweise zu den Indianern, Azteken oder Inkas. Beim folgenden Heresy Of Origen wiederum dominieren Orgeln, Bläser und Geigen, die dem Song eine sehr morbide Stimmung verleihen. Totem Two schließt nach kurzem Zwischenspiel mit Patmos, bei dem es wieder hintergründige Chöre gibt, die dem Album so was wie einen friedlichen Abschluss geben, auch wenn es in der Mitte des Songs noch einmal einen disharmonischen Break gibt.
Stellt sich die Frage, ist Totem Two die Ruhe nach dem Sturm oder vor dem Sturm? Und was erwartet uns auf Totem Three?