MINISTRY – Cover Up

 
Label: 13th Planet
Release: 28.03.2008
Von: the.wangacopta
Punkte: 8/10
Time: 65:04
Stil: Industrial Metal
URL: Ministry
 
„Beurteile eine Band immer nach seinen Coverstücken.” Sprach Al Jourgensen und stellt sich zum letzten Mal der Fachpresse, bevor er sich mit MINISTRY auf der anstehenden Abschiedstournee C U LaTouR noch mal bei der Welt für den Support von 28 Jahren Bandhistorie bedankt. Und welcher Song könnte sich als letzter Song dieser Cover CD besser eignen als What A Wonderful World? Doch dazu zum Schluss mehr. Machen wir uns nichts vor, reine Cover Alben können gefährlich werden, wenn die Songs nicht wirklich überzeugen können. Umso gefährlicher ist es dann natürlich, wenn man als letztes gepresstes Lebenszeichen eine solche Scheibe auf die hungrige Meute loslässt. Aber Al Jourgensen wäre nicht die Ikone, wenn er auch das nicht mit Bravour meistern könnte. Klar, Songs wie Black Betty oder Radar Love spielen dem Großmeister locker in die Karten und klettern ratz fatz auf Jesus Built My Hotrod Niveau. Zusätzlich veredelt wird Cover Up aber noch durch diese eindrucksvollen Co-Conspirators: Burton C. Bell gibt seine Stimme bei dem Rolling Stones Song Under My Thumb zum Besten, Revolting Cocks’ Josh Bradford bietet seine Stimme bei Golden Earing’s Radar Love auf und Prong Frontmann Tommy Victor heizt mit seine Röhre Deep Purple’s Space Truckin und Ram Jam’s Black Betty an, die bei der Gelegenheit auch gleich der Hell Paso Mosh Chor besingt. Aber das sind noch nicht alle. Weitere Co-Conspirators auf Cover Up sind: Paul Raven (Gott hab ihn selig), Tony Campos und Wayne Static von Static X, Edu Mussi (Echoes And Shadows) und Plastilina Mosh. Neben den genannten Songs zelebrieren MINISTRY Bang A Gong (T. Rex), Mississippi Queen (Mountain), Just Got Paid (ZZ Top), den Roadhouse Blues von The Doors, diese Granate gab es schon auf The Last Sucker zu hören, Supernaut (Black Sabbath introduced by George W.) und Lay Lady Lay (Bob Dylan). Jeder Song ist gut bis partytauglich in bester MINISTY Manier umgesetzt. Doch die Krönung von Cover Up kommt erst hiermit: Alle Tracks gipfeln in Jourgensen’s persönlicher Punk Rock Darbietung von Louis Armstrong’s What A Wonderful World, seine unwiderstehliche Art und Weise die Welt zu Umarmen und Abschied zu nehmen. Ein würdiger Ausklang für eine Ausnahmeperson. Nehmt Al Jourgensen und MINISTRY mit wann immer ihr noch die Gelegenheit dazu habt.