METSATÖLL – Terast Mis Hangund Me Hinge 10218

 
Label: Nailboard Records
Release: 2005
Von: Zwiebel
Punkte: 7/10
Time: 48:05
Stil: Pagan Metal
URL: Metsatöll
 
Man könnte ja beim Titel Terast Mis Hangund Me Hinge 10218 (Gefrorener Stahl in unseren Herzen) an die Finnen denken und diese Band gleich als Mitläufer verteufeln. Könnte man, sollte man aber nicht. In diesem Fall handelt es sich um das wiederveröffentlichte und um einen Track erweiterte Debütalbum einer Band aus Estland mit dem Namen METSATÖLL, die sich wie Skyforger auf ihre Ahnen, die Rus besinnen und deren Melodien wieder zum Leben erwecken. Hierbei legen sie allerdings noch mehr Wert auf das „Runen-Singen“, eine alte magische Handlung. Besonders schön ist es in Metsanviha 2 zu hören, bevor der Song dann härter wird. Einem nur von der Stimme und einer Trommel getragenen Stück, welches ein bisschen an Korpiklaanis ruhigere Stücke erinnert. Allerdings ist der Rest der Platte dann schon wieder mehr dem Metal zugetan. Die Melodien sind typisch im Stile von Pagan und Folk Bands gehalten und auch die eingesetzten traditionellen Instrumente (z.B. Flöten) sind nichts wirklich Neues, bekannt von Szenegrößen wie XIV Dark Centuries oder auch Eluveitie und ähnliche Konsorten. Einzig der bis zum Erbrechen ausgereizte „Ho,ho,ho“ Gesang ist neu. Manchmal fragt man sich wirklich, ob der Weihnachtsmann nicht aus Estland kommt. Das ist aber auch der einzig wirklich störende Faktor an der CD, die klassischerweise natürlich auch mit einem solchen Intro beginnt. Der Rest ist nicht gerade hitverdächtig, aber für Fans definitiv ein Muss. Gute Melodien, schöne Stimmung und Atmosphäre und mal eine Abwechslung zum ewigen Deutsch, Englisch oder Schwedisch der berühmteren Bands. Besonders Hundiraev entpuppt sich doch als kleines Schmankerl, ebenso wie das finale Oma Laulu Ei Leia Ma Üles. Was sie uns damit aber sagen wollen, wird wohl auf längere Sicht ein Mysterium bleiben.