Und hier
ein weiteres Exemplar unseres „Estland-Specials“:
wiederum Black Metal, diesmal mit MEINARDUS.
Die Band, die es bereits seit 1998 gibt, präsentiert uns
hiermit ihr drittes Demo, mit dem sie hofft, auch über
die Grenzen Estlands für Begeisterung zu sorgen, nachdem
sie daheim nach eigenen Angaben ja doch recht erfolgreich sein
dürfte. Ob die Truppe rund um Sänger Ank und Drummer
Crom dazu schon die nötige Reife hat, wage ich allerdings
zu bezweifeln. Gut, Christendom’s Perdition
fängt mit Lifehater eigentlich sehr fein an -
was allerdings auch an der Tatsache liegt, dass der Song doch
ziemlich nach Darkthrone klingt – das Stück fetzt
richtig schön rein, allerdings ist die Enttäuschung
dann umso größer, denn der Rest des Albums kann dem
Opener nicht annähernd das Wasser reichen. Ich will ja
nicht sagen, dass dies ein schlechtes Album ist, aber Musik
wie diese hat man einfach schon viel zu oft gehört, als
dass sie noch wirklich begeistern könnte und dann fehlt
hier noch eine gehörige Portion an Druck, die Songs rieseln
zeitweise unbemerkt an einem vorbei. Leider ist auch am Sound
einiges verloren gegangen, die Instrumente klingen teilweise
als ob sie in einem anderen Raum aufgenommen worden wären
und tragen somit das ihre zur bereits genannten Drucklosigkeit
bei. Somit bleibt mir nicht viel anderes übrig, als das
zu schreiben, was ich bei den meisten Black Metal Alben zu sagen
habe, die hier eintreffen: sicherlich nicht schlecht, aber weder
innovativ noch etwas Neues und somit eigentlich überflüssig.