MEINARDUS – Christendom’s Perdition
 
Label: Eigenproduktion
Release: 13.05.2004
Von: Dunja
Punkte: 6
Time: 45:37
Stil: Black Metal
URL: Meinardus
 

Und hier ein weiteres Exemplar unseres „Estland-Specials“: wiederum Black Metal, diesmal mit MEINARDUS. Die Band, die es bereits seit 1998 gibt, präsentiert uns hiermit ihr drittes Demo, mit dem sie hofft, auch über die Grenzen Estlands für Begeisterung zu sorgen, nachdem sie daheim nach eigenen Angaben ja doch recht erfolgreich sein dürfte. Ob die Truppe rund um Sänger Ank und Drummer Crom dazu schon die nötige Reife hat, wage ich allerdings zu bezweifeln. Gut, Christendom’s Perdition fängt mit Lifehater eigentlich sehr fein an - was allerdings auch an der Tatsache liegt, dass der Song doch ziemlich nach Darkthrone klingt – das Stück fetzt richtig schön rein, allerdings ist die Enttäuschung dann umso größer, denn der Rest des Albums kann dem Opener nicht annähernd das Wasser reichen. Ich will ja nicht sagen, dass dies ein schlechtes Album ist, aber Musik wie diese hat man einfach schon viel zu oft gehört, als dass sie noch wirklich begeistern könnte und dann fehlt hier noch eine gehörige Portion an Druck, die Songs rieseln zeitweise unbemerkt an einem vorbei. Leider ist auch am Sound einiges verloren gegangen, die Instrumente klingen teilweise als ob sie in einem anderen Raum aufgenommen worden wären und tragen somit das ihre zur bereits genannten Drucklosigkeit bei. Somit bleibt mir nicht viel anderes übrig, als das zu schreiben, was ich bei den meisten Black Metal Alben zu sagen habe, die hier eintreffen: sicherlich nicht schlecht, aber weder innovativ noch etwas Neues und somit eigentlich überflüssig.