Mit
MEGALITH, beziehungsweise deren Album Spirit
Soldiers/Soldaten des Geistes, hat man es definitiv
nicht leicht und man kann die Band nicht mit irgendwelchen Floskeln
abtun, da MEGALITH dazu zu viele Schichten
aufweisen.
Da sind zuerst mal die sehr krassen Unterschiede zwischen Musik
und Texten, welche die CD für mich sehr interessant machen.
Musikalisch geht man eher simplere Wege und setzt mehr auf Eingängigkeit,
denn auf verspielte Songstrukturen. In eine klare Schublade
kann man die Scheibe daher nicht einordnen, liegt sie vom Härtegrad
über Power Metal, kommt aber nicht an das räudige
Element vom Thrash heran und erinnert vielmehr etwas an Doom
Metal. Die dezenten Keyboards begleiten die Texte sehr zurückhaltend
und fallen nicht weiter positiv oder negativ ins Gewicht.
Bei den Texten wird die Sache da schon sehr viel interessanter,
spannender aber auch viel fordernder für den Hörer.
Die 16 Songs (inkl. Intro und 2 neuen Versionen) behandeln,
teils in englischer, teils in deutscher Sprache, recht tiefgründige
Themen. So dreht sich alles in Rede des toten Christus
um Religion ohne in irgendwelche platten Beleidigungen zu verfallen
oder beim besten Song des Albums Wenn die Haifische Menschen
wären geht es um die menschliche Natur an sich. Zu
jedem der Texte gibt es noch eine kurze Erläuterung im
dem sehr gut gestalteten 28-seitigen Booklet, welches auch kurze
Einführungen zu gewissen Autoren gibt, die Einflüsse
auf die Texte gehabt haben.
MEGALITH stechen mit Spirit Soldiers
/ Soldaten des Geistes definitiv aus der Masse
der Veröffentlichungen heraus und geben uns einen Einblick
von Musik, welche einerseits ungeheuren Tiefgang besitzt und
andererseits sehr eingängig und stampfend ist. Zwar keine
CD für immer und überall, aber in den richtigen Momenten
spricht die CD genau das an, was man manchmal braucht.