MASTIC SCUM – Mind

 
Label: Cudgel Agency
Release: 05.09.2005
Von: Stormlord
Punkte: 7/10
Time: 39:59
Stil: Death Metal Core
URL: Mastic Scum
 

An alle Freunde von Napalm Death, vorwiegend diejenigen aus der Diatribes-Phase: hier ist Kraftfutter für euch! Ähnlich groovig und treibend, mit einer Stimme Marke Barney Greenway, prügelt sich das österreichische Knüppelorchester durch 13 Songs. So schnell wie in der Vergangenheit sind die Songs nicht mehr, dafür besser strukturiert und wohldurchdacht. Klar kommen auch Freunde des blastenden Beats voll auf ihre Kosten, wie in Unrestrained oder To Hell With Good Intentions, doch die schnellen Teile wirken nun noch viel mehr, da sie sich von den langsameren, schweren Passagen gut abheben und kontrastiert werden. Zu manchen Songs gibt es gesprochene Intros, wie im Grindcore oft üblich. Mir gefallen wirklich die melodischeren Stücke auf Mind besser, wie das angenehm dahin fließende Mindthrill oder das relaxte Crawl. Witzig finde ich auch die kurzen, nicht mal eine Minute lang dauernden Eruptionen Violated With Flowers (köstlicher Titel!) oder Curriculum Vitae, die zusätzliche Auflockerung bieten. Das ständige Grindcoregehacke fände ich zu eintönig, weshalb ich über die gebotene Mischung auch recht froh bin. Aus dem Rahmen fällt definitiv das überlange Abschlussmonster Control?, das sich bedrohlich aus den Boxen windet und über die gesamte Länge von fast acht Minuten eine beklemmende Atmosphäre in einer zermalmenden Klanggewalt versprüht. Der Sound kommt überhaupt sehr passend rüber, also kann ich eigentlich nix Schlechtes über die neue Veröffentlichung der sich treu bleibenden Wiener sagen. Dafür dass ich kein Anhänger von Grindcore bin, fällt das Resümee für Mind überraschend positiv aus. Die Summe aus gebotener Abwechslung, Spielfreude und kurzweiliger Unterhaltung ergibt eine überdurchschnittliche Wertung.