Bei
dieser Review gibt’s zwei tödlich treffende Einsteiger:
Welche musikalische Marschrichtung kann man von einer Band erwarten,
die auf ihrem ersten offiziellem Release, einer EP, als Bonustrack
Kill On Command von der Bay Area Thrash Legende Vio-lence
covert? Und: Der Old School Thrash hat die grüne Insel
erreicht. Beide Intros ergänzen sich bestens.
Wenn man Creation’s Undoing durch die Zeit
zurückschicken und dieses Werk diversen Thrash Metalheads
als Hintergrundmusik fürs Nackenmuskeltraining vorlegen
würde, wären diese über die Riffs und Songstrukturen
kein bisschen verwundert, Bodies For The Slaughter, Manipulation
Evolution und Global Assassin passen sich bestens
dem Dunstkreis von Kill On Command an. Einzig beim Sound
dürfte doch mal kritisch mit den Augenbrauen gezuckt werden
„klingt überhaupt nicht nach 80er!?“. Aber
egal, immer schön weiter thrashen und die Halswirbelsäule
stärken. Ich weiß nicht ob es in Irland noch mehr
Bands wie MASS EXTINCTION gibt. Viele scheinen noch nicht
nach Übersee geschwappt zu sein. Aber wenn es da noch mehr
solche Abrissbirnen gibt, dann sollen die gefälligst aus
den Pubs gekrochen kommen und uns mehr von solchen Scheiben
um die Ohren hauen! Oder aber ist der Rest der Welt Schuld,
dass der Old School Thrash erst zu spät zur grünen
Insel gebracht wurde? Das lässt sich eigentlich verneinen,
denn in der Schaffenszeit von MASS EXTINCTION, den Fünfer
gibt es seit 2003, haben die Jungs immerhin schon für Exodus
eröffnet und sind in Irland ganz oben auf der Liste wenn
es darum geht, Festivals zu bestücken. Aber auch in einem
Package aus Testament, Slayer und Vio-lence würden sich
die Tracks von Creation’s Undoing zu Hause
fühlen – von jedem ist was dabei. Insofern ist es
schon fast schade, dass MASS EXTINCTION erst jetzt ans
Licht kommen, wer weiß was früher aus der Combo geworden
wäre!