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Nun ja, passend zum Konzert konnte ich nicht umhin, mir auch die
CD einzuverleiben. Leider wurde sie bisher nur in den Benelux
Ländern veröffentlicht. Für den Rest der Welt ist
man noch immer auf der Suche nach einem Deal. Ich hoffe mal, daß
es nicht mehr allzu lange dauern wird, denn hier entgeht uns was!
Mit Future Dreaming Self... servieren uns die
belgischen Jungs ihr zweites Werk, konnten sie doch schon mit
Thousand Sufferings einen Achtungserfolg
erzielen.
Zunächst braucht es etwas Zeit, mit der CD vertraut zu werden.
Future Dreaming Self... ist in 5 Welten oder auch
Traumsequenzen aufgeteilt ( Dreamvolution ; Singularity
; Future Fairytales ; Garden Outside
Time ; Memory Palace ), welche dann
mit den Songs inhaltlich gefüllt werden. Diese Welten vereinen
Aspekte der Vergangenheit, der Zukunft und der Gegenwart. Allerdings
entspricht die Reihenfolge im Booklet nicht der Reihenfolge auf
der CD. Das schafft einige Verwirrung, geht es hier doch um eine
recht komplexe Geschichte.
Musikalisch zwingen sich einem dringende Vergleiche mit Dream
Theater zu Zeiten von Images And Words auf, allerdings im modernen
Klanggewand. Nur das man hier den Schwerpunkt überdeutlich
auf die Keyboards gelegt hat. Auch die Gitarrenriffs kommen einem
das eine oder andere Mal sehr bekannt vor. Trotzdem kann man den
Jungs nicht völlige Klauerei vorwerfen. Sie schaffen es nämlich
das Ganze irgendwie recht originell und vor allem sehr druckvoll
zu verpacken. Der Sound und die Produktion sind wirklich ein Hammer,
kann man nicht anders sagen. Da hat man sich sehr viel Mühe
gegeben. Der typisch progressive Dream Theater Einfluß wird
hauptsächlich über die Keyboards und nicht über
die Gitarrenfront erzeugt. Dennoch wirken die Tastenkompositionen
nicht überladen. Gelungene Mischung würde ich sagen.
Sänger Maarten variiert zwischen tieferen Growls, cleanem
Gesang und spoken words. Er übertreibt es nicht, könnte
aber sicherlich noch daran arbeiten.
Jede Traumsequenz wird von einem kurzen Intro eingeleitet. Auffällig
ist, das insbesondere der erste Track eines jedes Kapitels ein
exzellenter Hammer ist. Leider unterscheiden sich die einzelnen
Sequenzen nicht wirklich. Man erkennt keine musikalischen oder
thematischen Unterschiede. Einzig die dritte Welt Future
Fairytales hebt sich ein wenig ab. Was daran liegen mag,
das man hier im Kern Our Darkness von Anne Clarke gecovert
hat ( ziemlich geil ) und die anderen Tracks drumherum deshalb
deutlich elektronischer sind. Im Ganzen muß ich gestehen,
sind die 5 Welten einfach zuviel und die Platte deshalb mit insgesamt
18! Songs und knapp 70 Minuten viel zu lang. Die Idee, die dahinter
steckt ist wirklich gut, aber weniger wäre mehr gewesen oder
das Album hätte deutlich abwechslungsreicher und die einzelnen
Kapitel individueller sein müssen. Auch merkt man den Jungs
eine gewisse Unsicherheit im Sound im generellen an. Ich denke,
sie wissen noch nicht so richtig, wo sie wirklich hinwollen, musikalisch
gesehen. Aber dennoch ein empfehlenswertes Album !
Anspieltipps: Mankind's Misanthrophic Ambassador; Technocalyps;
Scarlet; Textures und Our Darkness
Manic
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